Jahreswechsel 2025/26 – Einsatzreiche Nacht für Rettungskräfte
Überwiegend ruhig und friedlich – so bilanzieren die Innenministerien in Hessen und Rheinland-Pfalz die Silvesternacht. Und trotzdem: Feuerwehr und Polizei hatten alle Hände voll zu tun. Von diversen Bränden, über Festnahmen wegen Körperverletzung oder dem Abfeuern illegaler Böller, bis hin zu Angriffen mit Feuerwerk auf Polizisten.
Jahreswechsel vor der Porta Nigra in Trier. Rund 1.000 Menschen feiern hier die Silvesternacht. Ein schöner Anblick, und ein nicht ganz ungefährlicher. Die Feuerwerkskörper werden teils direkt in der Menschenmenge gezündet. Und auch in Frankfurt schien die Vernunft gegen den Übermut durch Alkohol und Partylaune keine Chance gehabt zu haben. Während die einen das Feuerwerk vor der Skyline bewundern, schießen die anderen Raketen in die Menschenmenge. Polizeikräfte, die auf der Alten Brücke für Sicherheit sorgen sollen, werden selbst mit Feuerwerk beworfen. Allein in Frankfurt wurden 11 Polizisten während ihres Einsatzes verletzt. Auch an das Böllerverbot auf der Zeil haben sich nicht alle gehalten. Insgesamt wurden in Hessen 120 Menschen festgenommen, in Rheinland-Pfalz waren es 14. Die Zahl der Straftaten und Ordnungswidrigkeiten zu Silvester habe sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt, so das rheinland-pfälzische Innenministerium. Unter Raketenzischen und Böllerknallen waren auch vielerorts Sirenen von Einsatzfahrzeugen zu hören. Denn neben Körperverletzungen verursachte das Feuerwerk jede Menge Brände. Doch darauf sei man eingestellt gewesen, so die Feuerwehr Trier.
Thorsten Marx, Einsatzleiter Berufsfeuerwehr Trier
„Wir hatten vier freiwillige Feuerwehren in der Bereitschaft in ihrem Gerätehaus, die haben uns die kleineren Einsätze wie Müllbehälterbrände schön abgearbeitet, ansonsten kam es nur noch zu einem Brand auf einem Balkon, der wurde aber von den Bewohnern vor Eintreffen der Feuerwehr bereits gelöscht.“
In Schweich im Kreis Trier-Saarburg hat sich ein Brand von einer Garage aus bis unters Dach ausgebreitet.
Alexander Loskyll, Einsatzleiter Feuerwehr Schweich
„Bei Eintreffen an der Einsatzstelle wurden von uns noch drei Erwachsene und drei Kinder von einem Flachdach im hinteren Bereich vom Feuer gerettet.“


