Zwischenbilanz der rheinland-pfälzischen Digitalstrategie
Zwei Jahre ist es her: Da beschließt die Landesregierung ihre Digitalstrategie. Bis 2030 soll Rheinland-Pfalz digital umgekrempelt werden: KFZ-Onlinezulassung, Ausweitung des Mobilfunknetzes, Künstliche Intelligenz in der Schule. Vier Jahre bleiben noch, um all die selbst gesteckten Ziele zu erreichen. Jetzt zieht das Digitalministerium eine erste Zwischen-Bilanz.
Draußen unterwegs und plötzlich kein Netz. Zwar kommt das immer seltener vor – Rheinland-Pfalz versorgt mittlerweile rund 99 Prozent aller Haushalte mit Mobilfunk – doch dennoch: Zu einigen Funklöchern kommt es weiterhin. Daran wird gearbeitet – so die rheinland-pfälzische Digitalministerin Dörte Schall.
Dörte Schall (SPD), Digitalministerin Rheinland-Pfalz
„Wir haben noch mehr Herausforderungen im Bereich wo wir mehr Landschaft haben, wo wir Berge haben, wo wir Täler haben, da ist es schwierig. Gerade auch im Naturschutzgebiet. Die Frage: Wo setze ich einen Funkmast hin im Wald?“
Ein weiterer Schwerpunkt der Digitalstrategie für das kommende Jahr: Die digitale Teilhabe. Demnach sollen ältere Menschen durch Workshops unterstützt werden.
Dörte Schall (SPD), Digitalministerin Rheinland-Pfalz
„Wir haben eine sehr, sehr schnelllebige Zeit. Das Smartphone ist erst 18 Jahre alt, also gerade erstmal volljährig geworden und wir erwarten aber von den Menschen, dass sie mit Apps bei der Sparkasse und mit Apps sich bei der Verwaltung oder jetzt beim Thema KFZ anmelden können (…) Das müssen wir unterstützen. Jemand, der jetzt 80 ist hat einfach als Jugendlicher nicht gelernt mit einem Smartphone umzugehen es gab noch gar kein Smartphone.“
Durch die wachsende Bedrohung von Hackerangriffen stellt die Cybersicherheit einen steigenden Anteil an der Digitalstrategie des Landes. Denn langfristig sei mit deutlich mehr Cyberangriffen zu rechnen. Das vermutet auch Peter Moskopp von der größten Oppositionspartei CDU. Rheinland-Pfalz hinke in Sachen Digitalisierung hinterher.
Peter Moskopp (CDU), Landtag Rheinland-Pfalz
„In Rheinland-Pfalz sind wir Schlusslicht und wenn wir da nichts tun und schnellstens was dran ändern, dann werden wir auch in den kommenden Jahren Schlusslicht bleiben und die Wirtschaft, die Bevölkerung, die Menschen in Rheinland-Pfalz wollen die Digitalisierung, sie wollen kurze Wege haben.“


