Weihnachts-Überraschung für Tiere im Landauer Zoo
Noch genau eine Woche, dann ist Heiligabend und für die meisten heißt das auch: Bescherung. Im Zoo Landau hat der Weihnachtsmann schon diese Woche seine Fracht abgeliefert. Ob sich die Tiere wohl darüber freuen? Wir schauen mal.
Nanu, was ist das denn? Den Waldhunden sind die bunt einpackten Kartons in ihrem Außengehege nicht ganz geheuer. Die Tiere stammen eigentlich aus Zentral- und Südamerika. Dieses Jahr gab es zum ersten Mal Nachwuchs im Landauer Zoo. Nicht mal der Papa traut sich so recht dran. Tierpflegerin Michelle Hummel hat Fleischstücke in den Kartons versteckt.
Michelle Hummel, Tierpflegerin
„Die müssen jetzt herausfinden, wie sie am besten das Paket weiter öffnen können. Wir haben da zwar schon ein paar Löcher rein gemacht, dass die halt das auch vom Geruch her wahrnehmen und auch mal rein spitzeln können, also die wissen schon, dass was drin ist, aber die müssen das jetzt herausfinden, wie sie das Paket am besten aufreißen können oder halt umstoßen können.“
Die afrikanischen Zebramangusten hingegen sind ganz und gar nicht schüchtern. Die kleinen Raubtiere machen sich sofort über ihre Geschenke her. Unter dem Papier: Eierkartons, in denen leckere Mehlwürmer versteckt sind. Während die einen versuchen, den Snack mit ihren Pfoten aus den Löchern zu fischen, nehmen die anderen ihr Päckchen einfach komplett auseinander. Spielereien wie diese gibt’s nicht nur zur Weihnachtszeit.
Christina Schubert, Biologin
„Unsere Tiere leben im Zoo ja in einem ziemlichen Luxusleben, also die Gefahren des Freilands und die Aufgaben des Freilands, die sind ja eigentlich genommen, sie müssen sich ihr Futter nicht selber suchen, ihren Partner nicht, sie müssen sich vor Feinden nicht in Acht nehmen, das fällt im Zoo weg und von daher versuchen wir, täglich die Tiere mit kleinen Herausforderungen so ein bisschen zu fordern, damit ihnen auch nicht langweilig wird, damit sie ihr Gehirn benutzen, damit sie auch ihre Muskeln trainieren.“
Die Weißscheitelmangaben machen mit ihren Geschenken kurzen Prozess. Für ihre geschickten Finger und Zähne ist das Papier kein Hindernis. Die eigentliche Aufgabe wartet im Karton: Die Leckereien aus dem Stroh fischen. Die Primaten leben fast ausschließlich in Ghana und der Elfenbeinküste und zählen wegen ihres kleinen Lebensraums zu den am meisten bedrohten Affenarten der Welt.
Christina Schubert, Kuratorin
„Die Weißscheitelmangaben sind Tiere, die sehr, sehr gerne mit den Händen arbeiten, also die auch in der Natur im Gras wühlen, nach Insekten suchen und das ist einfach eine super Beschäftigung für die, jetzt für den wahrscheinlich Rest vom Tag oder noch mehrere Stunden lang im Stroh nach den Körnchen, nach den Nüsschen, nach den Trauben zu suchen.“


