Neue Waffe und Drohnentechnik für rheinland-pfälzische Polizei
Drohnen werden für uns immer gefährlicher. Es ist kein Geheimnis, dass die russische Regierung uns damit ausspionieren will. Aus diesem Grund geht auch Rheinland-Pfalz jetzt gegen diese Bedrohung vor. Ortstermin heute bei einer Übung in Ingelheim.
Hier herrscht absolutes Flugverbot für Drohnen. Jetzt muss die Polizei schnell sein. Die Gefahrensituation einschätzen und dann bleibt hier nur eines: Schuss.
Unerlaubte Drohnenflüge haben in den letzten Monaten auch in Rheinland-Pfalz deutlich zugenommen.
Michael Ebling (SPD), Innenminister RLP
„Mit einem klaren Schwerpunkt bei militärischen Liegenschaften. Das sind Nadelstiche einer inzwischen hybriden Kriegsführung Russlands, um zu provozieren. Auch Unsicherheit zu erzeugen. Aber es gibt auch eine zivile Seite. Eine Technik der Drohnen, die so fortgeschritten ist, kann natürlich gegebenenfalls auch eingesetzt werden, um beispielsweise Großveranstaltungen zu stören.“
Und deshalb rüstet das Land auf. 2,6 Millionen Euro hat es bisher in die Drohnenabwehr investiert. Bis zu 7 Millionen Euro will die Landesregierung insgesamt für neue Systeme ausgeben: Dazu gehören unter anderem Gewehre, die Funksignale blockieren und KI-Systeme, um Drohnen abzuschießen.
Michael Ebling (SPD), Innenminister RLP
„Das sind solche schnellen Innovationszyklen, dass wir davon ausgehen, dass wir immer wieder auch neue Technik brauchen, um entsprechende Fähigkeiten bei der Polizei zu halten. Und umso wichtiger ist dann das, was zum Glück jetzt auch passiert. Nämlich dass Bund und Länger gemeinsam Drohnenabwehr sowohl zentralisieren als auch koordinieren.“
Denn Drohnenpiloten handeln nicht entlang von Landesgrenzen. Doch nicht immer können die ausfindig gemacht werden.
Christian Deutsch, Abteilung Spezialeinheiten Polizei RLP
„Wenn wir einen Piloten haben, der irgendwo steht und ein Gerät bedient, um eine Drohne zu steuern, dann geht das ja über Signale. Und diese Signale können wir auffangen und das können wir zu 99 Prozent tun. Wenn wir aber eine programmierte Drohne haben, die gar nicht mehr von einem Steurerer im Vorfeld gesteuert wird, sondern die einprogrammiert ist, bestimmte GPS-Punkte nur noch abzufliegen, dann funktioniert das nicht mehr.“


