So läuft der Lückenschluss der A1 in der Eifel
Derzeit fehlen noch 25 Kilometer zwischen Blankenheim in Nordrhein-Westfalen und Kelberg im nördlichen Rheinland-Pfalz. Weil das Bundesverwaltungsgericht kürzlich die Klage des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland abgewiesen hat, konnte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder den Bau für die rund 10 Kilometer lange Strecke in Rheinland-Pfalz freigeben. Heute hat er sich vor Ort ein Bild gemacht in Dreis-Brück – ein Ort, der besonders gebeutelt ist durch Verkehrschaos.
Diese feste Umarmung – zwischen Ortsbürgermeisterin Edith Lohr-Hoffmann und Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder – zeigt, wie groß die Erleichterung ist. Dass sich diese LKW künftig nicht mehr durch die kleinen Ortsstraßen von Dreis-Brück drängen werden.
Edith Lohr-Hoffmann (parteilos), Bürgermeisterin Dreis-Brück
„Ich habe gesagt, das ist wie Weihnachten und Ostern zusammen. Und man sieht Licht am Ende des Tunnels. Und wir sind überglücklich und sind alle froh. Und ja, ich bin überglücklich.“Patrick Schnieder (CDU), Bundesverkehrsminister
„Hier vor Ort ist das natürlich eine unheimliche Belastung, die die Menschen hier schon seit Jahren auszuhalten haben. Die haben jetzt endlich eine Perspektive, dass es besser wird.“
Laut Schätzung der Ortsgemeide rollen an jedem Tag 4000 Fahrzeuge und demnach rund 1,5 Millionen Fahrzeuge pro Jahr durch die Ortsgemeinde Dreis.
Edith Lohr-Hoffmann (parteilos), Bürgermeisterin Dreis-Brück
„Und in Brück haben wir in einem Jahr, das ist der Ortsteil Brück, 500.000 Fahrzeuge gezählt und das ist eine Kreisstraße. Also wir haben hier keine Lebensqualität mehr, unser Ort ist eigentlich nicht mehr lebenswert.“
Die ersten gut zehn Kilometer der insgesamt 25 Kilometer langen Lücke, kann zwischen Kelberg im Kreis Vulkaneifel und Adenau im Kreis Ahrweiler gebaut werden. Denn die Klage des Bundes für Umwelt und Naturschutz ist abgewiesen. Und in seiner Urteilsbegründung nennt das Bundesverwaltungsgericht die „Nationale Sicherheit“ als ein wichtiges Kriterium pro Lückenschluss. Heißt: Im Bedarfsfall wären Militärfahrzeuge der Bundeswehr nicht auf Umwege durch kleine Ortschaften angewiesen. 26
Patrick Schnieder (CDU), Bundesverkehrsminister
„Das deckt sich auch mit den europäischen Vorgaben. Das gehört zum transeuropäischen Kernnetz, der Lückenschluss A1. Auch da müssen wir bis 2050 spätestens diese Lücke geschlossen haben. Das zeigt die Bedeutung. Das wird Auswirkungen auch auf die Abwägungsentscheidungen, wenn es dazu kommen sollte, in Gerichtsverfahren bei den verbleibenden Abschnitte der A1 natürlich haben.“


