Milliardenprojekt für Lithiumförderung
Wertvolle Rohstoffvorkommen verbinden die meisten von uns wohl eher nicht mit Deutschland. Doch im Oberrheingraben bei Landau in der Pfalz schlummert Lithium im Grundwasser. Lithium ist ein Leichtmetall und heißbegehrt, weil es für die Produktion von Akkus zum Beispiel für Smartphones, Laptops oder Elektroautos gebraucht wird. Um das Landauer Lithium im großen Stil abzubauen, entsteht dort gerade eine der größten Förderanlage Europas.
Hier entsteht Einzigartiges. Eine Anlage, die gleichzeitig Lithium fördert und erneuerbare Energien erzeugt. Damit ist sie europaweit die Größte ihrer Art.
Was aussieht wie Salz, ist der Stoff, aus dem die Akkus sind. Lithium ist einer der begehrtesten Rohstoffe und wird bislang vornehmlich importiert. Vulcan Energy will das ändern.
Horst Kreuter, Gründer Vulcan Energy
„Unser Projekt hilft, unabhängig zu werden. Unabhängig von Lieferungen, die vor allem über China zu uns kommen. China hat in der Vergangenheit die Lieferung beschränkt. Was bedeutet, wir sind abhängig und dieses können wir hier erleichtern, indem wir einen großen Teil des Lithiums, das gebraucht wird, liefern können.“
40 Prozent des europäischen Lithiums-Bedarfs sollen von hier aus gedeckt werden.
Im Rahmen eines Pilotprojekts gewinnt Vulcan Energy in Landau bereits heute Lithium. Aus Thermalwasser, das aus vier Kilometern Tiefe emporgepumpt wird. Gleichzeitig wird klimaneutral Wärme erzeugt. Davon profitieren die Landauer.
Dominik Geißler (CDU), Oberbürgermeister Landau
„Das schlimmste der letzten fünf, sechs Jahre waren ja diese unglaublichen volatilen Gaspreise. Das werden wir nicht mehr haben, dieses Auf und Ab und vor allem abhängig vom Putin-Gas, vom Putin-Erdöl. Ehrlich, und vor allem, wir müssen endlich CO2-neutrale und klimaneutrale Wärme hier schaffen.“
Die neue Anlage wird jährlich 24.000 Tonnen Lithium fördern, womit 500.000 Autobatterien pro Jahr hergestellt werden können.
Horst Kreuter, Gründer Vulcan Energy
„Wir haben die ersten zehn Jahre unserer Produktion schon verkauft. Die Produktion wird in Europa bleiben, wir verkaufen also nicht ins außereuropäische Ausland. Unsere Kunden sind Stellantis, Umicore, also Firmen, die entweder aus der Automobilindustrie stammen oder die Automobilindustrie hier in Europa beliefern.“


