Der Sporttalk mit Thorsten Arnold
Die Trennung von Mainz 05 und Trainer Bo Henriksen war das Thema der Woche. Und schon heute Abend steht für die Mainzer das nächste Spiel an.
Markus Appelmann, Moderator:
Darüber spreche ich jetzt mit unserem Sportreporter Thorsten Arnold. Ja Thorsten, wenig Zeit für den Interimstrainer, die Mannschaft da ordentlich vorzubereiten, oder?
Thorsten Arnold, Sportreporter:
Ja klar, aber Benjamin Hoffmann, der U-23-Coach, dem man für dieses EINE Spiel heute Abend gegen Gladbach den Hut aufgesetzt hat, der kennt die Profi-Mannschaft natürlich genau, weil er jede Woche mit dem Bundesliga-Trainerteam im engen Austausch war, taktische Herangehensweisen seiner Mannschaft sogar an die Profis angepasst hat und deswegen ist ihm wegen heute Abend nicht bange.
Benjamin Hoffmann, Interimstrainer 1. FSV Mainz 05
„Ich glaube, das kriegt die Mannschaft dann auch mit, dass ich die internen Prozesse alle schon kenne, die Personen kenne. Das strahlt und wirkt natürlich aus. Und den Überraschungsmoment dann trotzdem nutzen mit mir als Person gegen Gladbach ist völlig klar. Den wollen wir dann auch einfach nutzen und hoffentlich dann auch erfolgreich zum Abschluss bringen.“
Arnold:
20:30 Uhr ist Anstoß in der Mewa-Arena, das Flutlicht brennt schon. Da wünschen wir dem „Trainer für eine Nacht“ natürlich viel Glück. Ja, und in den nächsten Tagen will der Verein den neuen Cheftrainer präsentieren. Da sind etliche Namen im Topf. Aussichtsreichster Kandidat bislang war wohl der Schweizer Urs Fischer, der ehemalige Trainer von Union Berlin, der solls jetzt angeblich doch nicht werden. Also – wir lassen uns einfach überraschen.
Appelmann:
Anstoß für unsere andere Erstligamannschaft, Eintracht Frankfurt, ist morgen bei RB Leipzig. Und die Eintracht hatte ja zuletzt zwei recht bescheidene Auftritte hingelegt.
Arnold:
Ja, die deutliche Niederlage gegen Bergamo und das magere 1:1 gegen Wolfsburg das war einfach zu wenig. Aber Trainer Dino Toppmöller sagt: guckt noch mal auf die Spiele davor. So schlecht haben wir es ja insgesamt nicht gemacht und das ist auch die Devise für morgen fürs Auswärtsspiel in Leipzig.
Dino Toppmöller, Trainer Eintracht Frankfurt
„Wir wissen natürlich um die Schwere der Aufgabe, dass Leipzig eine Mannschaft ist, die nicht umsonst gerade auf Tabellenplatz zwei ist, die sehr viel Offensivwucht entwickeln kann. Vor allem zu Hause sind sie extrem stark. Aber ich glaube, dass wir dort auch mit breiter Brust antreten können. Weil wir einfach in den letzten Wochen vor allem in der Bundesliga gezeigt haben, dass wir da gut in Form sind.“
Arnold:
Nicht in Form ist Stürmer Jonny Burkardt, er hat eine Muskelverletzung. Da steht jetzt nochmal eine Kontrolluntersuchung an, aber es sieht ganz so aus, als würde er in 2025 kein Spiel mehr bestreiten können.
Appelmann:
Wir schauen natürlich auch in die zweite Liga und da heißt es für den 1. FC Kaiserslautern vor dem Heimspiel morgen gegen Dynamo Dresden erst mal noch Wunden lecken, oder?
Arnold:
Na klar, diese 1:6 Niederlage im DFB-Pokal unter der Woche bei Hertha BSC, die hat doch für große Enttäuschung gesorgt. Aber Torsten Lieberknecht, der FCK-Trainer hat noch mal an den einen Vereins-Leitspruch erinnert heute: Pfälzer geben niemals auf! Und er sei nun mal Pfälzer. Und er und die Mannschaft hätten die Niederlage jetzt aufgearbeitet.
Torsten Lieberknecht, Trainer 1. FC Kaiserslautern
„Es war dann irgendwann so, dass du gemerkt hast, es brechen alle Dämme und alles, was jetzt passiert auf dem Platz passiert, sollte nicht passieren, ist uns jetzt passiert. Wir haben den Schlag in die Fresse bekommen und müssen uns jetzt schütteln und werden das auch tun.“
Arnold:
Ja, Klartext vom Trainer und die Chance, sich wieder von der positiven Seite zu zeigen. Das Stadion ist so gut wie voll mit 45.000 Fans, es gibt nur noch ein paar Restkarten. Und wie man die Dresdner so kennt, bringen die ja auch zahlreiche Fans mit, die für Stimmung sorgen.
Appelmann:
Rausgeflogen aus dem Pokal ist auch der SV Darmstadt 98. Heißt: auch er kann sich für den Rest der Saison ganz auf die Liga konzentrieren.
Arnold:
Genau, da geht’s morgen Abend direkt weiter im Heimspiel am Böllenfalltor gegen den Karlsruher SC und Trainer Florian Kohfeldt, der liebt solche Spiele.
Florian Kohfeldt, Trainer SV Darmstadt 98
„Ich freue mich auf eine tolle Atmosphäre. Hoffe auch, dass es insgesamt sehr stimmungsvoll wird. Für den KSC ist die Anreise ja auch für die Fans nicht so weit. Dementsprechend glaube ich werden beide Fanlager zahlreich vertreten sein und hoffe natürlich, dass wir diese spezielle Bölle-Stimmung, die dieses Stadion erzeugen kann, auch am Samstagabend erzeugen können.“


