Trainerwechsel bei Mainz 05

Gestern Abend war es so weit: nach nur einem Sieg aus 12 Spielen und dem Abrutschen auf den letzten Platz der Bundesliga haben die Verantwortlichen von Mainz 05 die Reißleine gezogen. Bo Henriksen ist nicht länger Trainer des Bundesligisten. Schwierige Zeiten für Verein und Fans

 

Der Blick auf die Tabelle macht in Mainz momentan wenig Spaß. Die Nullfünfer stehen nach 12 Spieltagen auf dem letzten Platz – und jetzt auch ohne Cheftrainer da. Bo Henriksen war bis zuletzt nicht nur bei der Mannschaft äußerst beliebt. Auch die Fans mochten den Dänen wegen seiner stets positiven Art.
Alois Becker:
„Er war lustig und engagiert und er hat Power reingebracht. Am Anfang.“
Isabelle Schek:
„Menschlich absolut schade. Bo Henriksen hat absolut die Fans wieder angezündet. Es ist eine richtige Euphorie entstanden. Super, super schade. Der ist am Spielfeld so ein ähnlicher Typ wie Kloppo. Immer voll dabei und das überträgt sich natürlich im Stadion.“
Thomas Schmitt:
„Den Trainer trifft es immer zuerst. Es war ja abzusehen, weil die haben die letzten Spiele alles verloren und irgendwann ist es dann mal Schluss mit dem Trainer. So traurig es ist, er kann ja nichts dafür, wenn die Spieler das nicht umsetzen, was er ihnen vermittelt. Aber es ist halt so das Geschäft.“
Und genau dieses Geschäft soll jetzt erstmal ein anderer weiterführen: Der bisherige Coach der U23 Benjamin Hoffmann übernimmt  für das kommende Spiel den Trainerstuhl in Mainz. Doch bevor der neue heute zu Wort kommt, hat Sportvorstand Christian Heidel noch ein paar Worte zum alten Trainer zu sagen.
Christian Heidel:
 „Bo hat sich in einer Art und Weise von allen Mitarbeitern verabschiedet, verabschieden können, wie ich es selten erlebt habe. Ich glaube er hat 70 Menschen umarmt, da sind auch viele Tränen geflossen. Dann kam er nochmal zu mir und ich kann jedem sagen: wir werden uns immer wieder treffen und sehen, weil wir einfach ein besonderes Verhältnis haben.“
Interimstrainer Hoffmann will seiner Mannschaft für das nächste Spiel vor allem eine Message mitgeben: Ihr seid besser, als es gerade aussieht. Sein Plan:
Benjamin Hoffmann, Interimstrainer Mainz 05:
„Die Köpfe freibekommen, den Jungs wieder Selbstvertrauen schenken, das durch die Trainingsarbeit machen, durch Gespräche machen. Das ist erstmal das Wichtigste. Was sie auch in der letzten Saison geleistet haben ist noch nicht so lange her. Sie daran erinnern.“
Ein neuer Cheftrainer soll schon nächste Woche übernehmen und dann hoffentlich dafür sorgen, dass sich die trüben Wolken in Mainz bald wieder verziehen. Morgen Abend allerdings wartet im heimischen Stadion erstmal ein schweres Spiel gegen Borussia Mönchengladbach.