Schaltgespräch mit ADD-Präsident Thomas Linnertz

Markus Appelmann spricht mit Thomas Linnertz über der Kritik an der Schulaufsichtsbehörde ADD.

Markus Appelmann, Moderator:
Und mit in der Kritik steht auch die Schulaufsichtsbehörde, die ADD in Trier, und mit deren Präsident bin ich jetzt verbunden. Thomas Linnertz, ich grüße Sie.
Thomas Linnertz, Präsident ADD Trier
Guten Abend, Herr Appelmann.
Appelmann:
Die Zustände, Herr Linnertz, sind, wie wir gesehen haben, also kein Einzelfall. Immer wieder soll es Hilferufe in Richtung Schulaufsichtsbehörde gegeben haben. Warum ist nichts passiert?
Linnertz:
Na ja, dass nichts passiert ist, kann man so auch nicht sagen. Hier war der Fall, dass ja vielleicht nicht so schnell darauf reagiert wurde. Aber wir sind natürlich im ganzen Land mit unseren Schulen im ständigen Austausch. Auch da gab es immer mal wieder Hilferufe an uns. Da haben wir auch sehr schnell reagiert und sind in die Gespräche eingestiegen. Ich muss natürlich aber auch sagen, es sind komplexe Situationen, wo wir nicht immer sofort die Lösung mitbringen können, weil die Probleme, mit denen die Lehrkräfte zu tun haben oder mit denen sie auch in ihrem Alltag zu kämpfen haben, einfach zu komplex sind, um die eine Lösung mit zu bringen.
Appelmann:
Der Bildungsminister Sven Teuber spricht Klartext und sagt, jahrelang habe ihre Behörde nicht so regiert wie es hätte sein müssen. Welche Verantwortung übernehmen Sie?
Linnertz:
Na ja, wir schauen, dass wir unsere Strukturen gut gelöst haben, und ich lege Wert darauf, so wie aber auch die Kolleginnen und Kollegen, einfach schnell zu reagieren. Und wie gesagt, das ist auch so in der Vergangenheit schon passiert.
Appelmann:
Ihre Ausführungen klingen jetzt wenig konkret, die Lehrer vor Ort fordern ganz klar eine Unterstützung. Daher konkrete Frage: Was bieten Sie an?
Linnertz:
Na ja, das hängt immer ein bisschen davon ab, was halt dort die Problematik ist. Das geht ja teilweise von mangelnden Räumen, die gebraucht werden. Da müssen wir uns mit dem Schulträger auseinandersetzen, dort vermitteln, wir bieten die notwendige Förderung an; es geht teilweise um Einzelfälle bei Schülerinnen und Schüler. Dort machen wir runde Tische zusammen mit der Jugendhilfe, um Lösungen dort zu finden, bis hin zur allgemeinen Beratung, was Schulorganisation oder Unterrichtsentwicklung angeht.
Appelmann:
Er gibt Versäumnisse zu und will nun handeln, der Präsident der Schulaufsichtsbehörde ADD Thomas Linnertz, danke Ihnen.
Linnertz:
Vielen Dank, Herr Appelmann.