Neue Wasserstofftankstelle in Ludwigshafen
Das Verbrenner-Aus der Europäischen Union ab 2035 wackelt – so aktuelle Medienberichte von heute. Während wir also noch gar nicht so genau wissen, mit was wir in Zukunft unsere Autos betanken, legen sich immer mehr Verkehrsbetriebe fest und setzen auf Wasserstoffbusse. Doch auch dafür braucht es – klar – Tankstellen! In Ludwigshafen hat heute eine neue Wasserstofftankstelle eröffnet – der Abschluss eines groß angelegten Förderprojekts in der Rhein-Neckar-Region.
An dieser Zapfsäule fließt kein Diesel, sondern Wasserstoff. Acht neue Hyprid-Busse der Verkehrsbetriebe Rhein-Neckar können hier ab sofort tanken. Sie besitzen einen Batterie-Antrieb und zusätzlich eine Brennstoffzelle, die aus dem Wasserstoff weiteren Strom erzeugt. Während Wasserstoff-Tankstellen für PKW zunehmend schließen – ist der Treibstoff aus Sicht der Region für Busse sinnvoll.
Dr. Doris Wittneben, Metropolregion Rhein-Neckar GmbH
„Bei den Bussen ist es so, lange Umlaufzeiten und lange Strecken, dass die nicht so gut mit dem Batterieelektrischen Bus gefahren werden können, auch im Winter oder auch bei anspruchsvollem Profil, also bergrauf, bergrunter braucht der Bus recht viel Energie und damit braucht er entweder eine sehr große Batterie, was natürlich auch Probleme machen kann oder er hat ebenso einen Zusatzantrieb über die Brennstoffzelle.“
Die neue Tankstelle ist Teil des Wasserstoff-Infrastrukturprojektes H2 Rivers in der Rhein-Neckar-Region. Neben Ludwigshafen bereits Tankstellen in Mannheim und Heidelberg eröffnet. Der Bund fördert das Projekt mit insgesamt 20 Millionen Euro.
Yunus Keskin, Projektleiter alternative Antriebe RNV
„Also so ein Projekt ist natürlich nur aufgrund der Förderung möglich. Wenn es diese Förderkulisse nicht gebe, hätten wir dieses Projekt so nicht umsetzen können. Aktuell sind wir mit den Fahrzeugen 20 Prozent teurer als mit Dieselbussen. Aber wir sehen schon, dass wir in naher Zukunft eine Preisparität erreichen werden.“


