Handelsverband rechnet mit stabilem Weihnachtsgeschäft
Die Weihnachtszeit ist für den Handel die wichtigste Zeit des Jahres. Doch die Konsumlaune der Menschen macht den Händlern Sorgen, denn es wird vor allem eins: gespart. Heute hat der Hessische Handelsverband in Frankfurt eine erste Prognose für die Vorweihnachtszeit abgegeben.
Glitzernde Figuren, Tannenbäume und Lichterketten. Innenstädte haben sich schon voll und ganz auf die Weihnachtszeit eingestimmt, viele Rabatte locken die Menschen in die Fußgängerzonen.
Rosedore, aus Frankfurt
„Wir haben schon alles geschmückt. Der Baum steht schon und es gibt natürlich auch Geschenke, Kleinigkeiten. Also man kauft sich ja unter dem Jahr alles was man braucht. Aber so kleine Überraschungen gibt’s halt immer.“Hans Joachim, aus Frankfurt
„Weihnachten muss sein. Das ist für mich noch die alte Tradition, die ist bei mir noch voll da. Ich will sie auch erhalten.“George, aus Cornwall (Vereinigtes Königreich)
„Es ist doch nur einmal im Jahr, oder? Es ist ein besonderer Anlass. Es ist schön, Menschen ein Geschenk zu machen, von dem man glaubt, dass es ihnen gefällt. Es ist schön, Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.“
Das stimmt auch den Handelsverband Hessen optimistisch, der mit einem stabilen Weihnachtsgeschäft mit einem Umsatzplus von 1,7 Prozent und einem Gesamterlös von 11,7 Milliarden Euro für November und Dezember rechnet.
Jochen Ruths, Präsident Handelsverband Hessen
„Wir kennen das ja alle. Wir stehen morgens auf und es ist dunkel, wir kommen abends nach Hause und es ist dunkel und dann sucht man einen Gegenpol. Und dieser Gegenpol sind Begegnungen, sind Menschen, die man irgendwo trifft und die trifft man natürlich da wo es schön ist, wo es vielleicht nach frisch gebrannten Mandeln riecht, wo das Ambiente toll ist. Das sind alles Faktoren, die da mit rein spielen und die Weihnachten so wichtig machen.“
Durch Marketingstrategien wie Black Week und Black Friday machen Händler ihren höchsten Umsatz im Weihnachtsgeschäft mittlerweile schon im November. Die beliebtesten Waren sind Bücher, Spielwaren, Unterhaltungselektronik und Geschenkgutscheine.
Durch steigende Lebenshaltungskosten und Unsicherheiten durch globale Krisen neigen die Menschen aber auch dazu ihr Geld zu sparen. Ein weiteres hohes Risiko:
Jochen Ruths, Präsident Handelsverband Hessen
„Aktuell haben wir Probleme mit Plattformen aus Asien, die sich nicht an unsere Regeln halten. Wo Waren verschickt werden, die nicht sicher sind, die nicht zertifiziert sind, wo die Endverbraucherin und der Endverbraucher getäuscht werden zu unschlagbaren Preisen und teilweise unverzollt, obwohl sie vielleicht verzollt gehören. Und das macht uns schon eben zu kämpfen.“


