Der Sporttalk mit Julian Beimel

Die Länderspielpause ist vorbei und deshalb rollt in der 1. Fussballbundesliga endlich wieder der Ball. Über den anstehenden 11. Spieltag spreche ich deshalb jetzt mit meinem Kollegen Julian Beimel aus der Sportredaktion. 

Julian, 20:30 Uhr eröffnet Mainz 05 diesen Spieltag, zuhause gegen Hoffenheim. Was erwartest Du für ein Spiel? 
Julian Beimel, Sportreporter: 
Ja, während Hoffenheim mit vier Liga-Siegen in Folge anreist, die bisherige Ausbeute der Mainzer mehr als mager. Tabellenvorletzter und nur ein einziger Sieg. Trainer Bo Henriksen spürt diesen Druck natürlich auch, glaubt aber fest an den Befreiungsschlag. 
Bo Henriksen, Trainer 1. FSV Mainz 05:
„Wir hoffen jedes Spiel, dass es der Wendepunkt ist. Das ist einfach. Ja natürlich, wir glauben! (…) Die Leistungen die letzten Wochen waren gut, jetzt müssen wir profitieren. Jetzt müssen wir dieses Erlebnis haben und auch in der Bundesliga gewinnen.“ 
Julian Beimel, Sportreporter: 
Die Mainzer bislang im Schnitt mit fast zwei Gegentoren pro Spiel in der Liga und vorne fehlt die Durchschlagskraft. Das führt dazu, dass sie, anders als in der letzten Saison –  die knappen Dinger zurzeit verlieren. Und deshalb sagt der Trainer: Das sind jetzt nochmal „fünf Finalspiele“ für uns in der Liga vor der Winterpause. 
Eva Dieterle:  
Kommen wir zur Frankfurter Eintracht, die Samstagabend im Topspiel auswärts beim 1. FC Köln ran muss. Frankfurt gegen den Aufsteiger der Favorit, oder? 
Julian Beimel, Sportreporter: 
Ja, viele Spieler der Eintracht konnten in der Länderspielpause mal wieder ihre Akkus aufladen. Also fährt Frankfurt schon mit Selbstvertrauen und dem Ziel – 3 Punkte zu holen – nach Köln. Und trotzdem erwartet Trainer Dino Toppmöller einen guten Gegner. 
Dino Toppmöller, Trainer Eintracht Frankfurt:
„Wir wissen, dass es in Köln immer eine Aufgabe ist, die nicht ganz so einfach ist. Tolles Stadion, tolles Publikum. Auch jetzt in der Saison als Aufsteiger guten Fussball gespielt, mit einem spielerischen Ansatz auch. Das muss man schon sagen, dass es Spaß macht den Jungs zuzuschauen. Trotzdem fahren wir da hin und wollen natürlich unbedingt die drei Punkte.“ 
Julian Beimel, Sportreporter: 
Im Kader der Kölner ja auch ein gebürtiger Frankfurter, Ragnar Ache, zwei Jahre lang ja auch im Trikot mit dem Adler auf der Brust. In Köln wartet er noch  auf seinen Durchbruch, aber Vorsicht! Wir wissen ja wie das ist – gegen den alten Verein ist die Motivation oft ja nochmal ein bisschen größer.  
Eva Dieterle:  
Kommen wir jetzt zu Liga 2. Und da will Darmstadt 98 zuhause gegen Fürth den Anschluss an die Tabellenspitze halten. 
Julian Beimel, Sportreporter: 
Darmstadt steht mit Rang 4 zurzeit gut da in der Tabelle, aber was sich auch schon durch die letzte Saison gezogen hat – da ist alles eng beisammen und ganze vier Teams könnten an diesem Spieltag bei einer Niederlage der Lilien vorbeiziehen. Da kommt es dem Trainer gerade recht, dass man zuhause spielt, am Samstagabend um 20:30 Uhr. 
Florian Kohfeldt, Trainer SV Darmstadt 98:
„Wir freuen uns darüber, auf jeden Fall! Das ist was Besonderes am Samstagsabend zu spielen. Und das ist das einzige Spiel im deutschen Fussball, was zu der Zeit stattfindet. Auch das ist immer so ein bisschen, wer Fussball gucken will in Deutschland, guckt dann das Spiel. (…) Wir steigen mit ganz ganz viel Freude Samstagabend in den Bus und fahren zum Böllenfalltor. Wir finden das cool, diese Atmosphäre gefällt uns.“ 
Julian Beimel, Sportreporter: 
Was ihnen nicht gefällt: Der Einsatz der Defensiv-Stütze  Matej Maglica ist fraglich – der Innenverteidiger plagt sich noch mit einer Oberschenkelverletzung rum
Eva Dieterle:  
Kaiserslautern empfängt am Sonntag Kiel und will nach drei sieglosen Partien in der Liga wieder einen Dreier einfahren, oder? 
Julian Beimel, Sportreporter: 
Ganz sicher, wie Darmstadt will auch der FCK den Anschluss nach oben halten. Und das beim Heimspiel aufm Betze, für den am Sonntag eisige Temperaturen vorhergesagt sind. Es könnte sogar schneien. Und Torsten Lieberknecht wurde deshalb heute gefragt ob er lieber im Sommer oder im Winter trainiert. Und das war seine Antwort. 
Torsten Lieberknecht, Trainer 1. FC Kaiserslautern:
„Ich mag die Extreme. Entweder extrem kalt oder extrem heiß. Was ich nicht mochte, war Wind und Regen, der von vorne kam. Das hab ich überhaupt nicht gemocht. (…) Aber das gehört zu unserem Beruf dazu. Und wir haben das Privileg überhaupt an der frischen Luft arbeiten zu dürfen. Ansonsten gab es die Woche den Klassiker: Zieht eure Mützen auf, zieht euch warm an.“ 
Julian Beimel, Sportreporter: 
Ja, ob sie sich gegen Kiel warm anziehen müssen, werden wir dann sehen. Der Bundesliga-Absteiger von der Ostsee bisher ja mit einer eher durchwachsenen Saison, aber von der Qualität absolut nicht zu unterschätzen. 
Eva Dieterle:    
Wir sind gespannt wie sich unsere Teams Richtungs Jahresende so schlagen werden. Julian, ich danke Dir für Deinen sportlichen Ausblick aufs Wochenende. 
Julian Beimel, Sportreporter: 
Gerne.