Das Team United von Teutonia Köppern
Wir stellen Ihnen eine ganz besondere Fußballmannschaft vor, bei der die Gemeinschaft und das Miteinander über allem stehen. Beim ‚Team United‘ des SV Teutonia Köppern spielen nämlich alle zusammen in einer Mannschaft – Menschen mit Einschränkungen und ohne.
Burkan Roscher aus Oberursel – seit es das Team United gibt, ist er mit dabei und weiß genau, was seine Mannschaft so besonders macht.
Burkan Roscher, Team United
„Völlig egal ob Mensch mit oder ohne Behinderung. Bei uns ist das so, wir sind eine Familie. Bei uns gibt es keine, ob der 30, 40, 50 ist. Es macht überhaupt keinen Unterschied, wir kicken einfach gemeinsam. Das ist auch unser Sprichwort: Wir kicken alle gemeinsam.“
Burkan hat eine geistige Behinderung und konnte im Training von nicht-inklusiven Mannschaften meist nicht mithalten. Umso dankbarer ist er seinem Trainer, Bruno Pasqualotto, der 2013 das Team United mitgegründet hat.
Bruno Pasqualotto, Trainer Team United
„Also das war damals bei mir in der D-Jugend, in der Regelmannschaft. Da kam ein Spieler mit einer geistigen Behinderung zu mir ins Training mit seiner Mama. Und hat gefragt, ob er mal mittrainieren dürfte. Er hätte es bei vielen anderen Vereinen versucht, wurde immer wieder abgelehnt uns ausgelacht zum Teil. Und wir haben gesagt: Wir probieren es mit ihm. Und die Jungs haben den auf dem Platz so toll aufgenommen, haben ihn unterstütz und integriert. Das war so toll das zu sehen und der Auslöser für mich zu sagen: Da gibt es bestimmt noch ganz viele andere Jungs und Mädels, die kicken wollen, aber nicht die Chance bekommen. Und da haben wir das Team United gegründet.“
Ob im Trainingslager oder bei einem gemeinsamen Stadionbesuch – auch abseits des Platzes ist das Team United gemeinsam unterwegs. Von Anfang an war auch Laurin mit dabei und genießt seitdem jedes gemeinsame Training. Heute in Begleitung von seinem Papa Dirk.
Dirk Krausgrill, Papa von Laurin
„Das ist für Laurin sehr Ausgleichssport. Laurin war ja der erste, der hier mit dabei war. Und das war für den einfach, das ist für uns einfach wie Familie. Freitags und Dienstags wie Familie.“
Lars Meyer, Bruno Pasqualotto und Jens Neubert sind drei von insgesamt fünf Trainern des Teams United. Die für ehrenamtliches Engagement sehr viel von ihren Spielern zurückbekommen.
Torsten Koch, Team United
„Die sind die Besten. Die Allerbesten! Und schön, dass man die hat als Trainer. Ich bin sehr stolz, dass ich überhaupt eine Chance bekommen habe, dass ich seit neun Jahren hier dabei bin.“Burkan Roscher, Team United
„Der Bruno ist für mich wirklich der beste Trainer! Ohne Scheiß! Also das sage ich offen und ehrlich. Nicht weil er hier steht oder weil er jetzt irgendwie hinter mir ist. Ich finde ihn megageil!“
Aus einer Handvoll Kickern ist innerhalb von 12 Jahren eine Gruppe von 110 Spielern geworden, von denen viele regelmäßig, ein bis zwei mal pro Woche, gemeinsam trainieren. Die Nachfrage nach inklusiven Sportangeboten ist riesig.
Bruno Pasqualotto, Trainer Team United
„Also zu uns kommen immer noch auch Spielerinnen und Spieler, die primär gar nicht Fußball spielen möchten. Die viel lieber auch was anderes machen wollten, aber nicht die Möglichkeit haben. Also ich denke es ist noch viel möglich im Bereich Inklusion, im Sport auch. Aber auch in der Gesellschaft. Und es könnte noch viel mehr angestoßen und getan werden.“
Getan wird hier jede Menge! Und das immer gemeinsam. Passend zum Mannschaftsname: „TEAM UNITED!“


