Impressionismus: Berühmte Maler im Frankfurter Städel Museum
Bilder, die schnell mal zweistellige Millionenbeträge in Auktionen erzielen, wenn Namen wie Claude Monet, Paul Cezanne oder Carl Schuch draufstehen. Letzterer ist ein Geheimtipp unter den großen Impressionisten. Im Frankfurter Städel wird er jetzt neu entdeckt. „Carl Schuch und Frankreich“ heißt die aktuelle Ausstellung.
Keine andere Jahreszeit hat dieses ganz besondere Licht. Für viele ist der Herbst, die schönste Jahreszeit überhaupt. Die Zeit für lange Spaziergänge in der Natur. Vom Zauber des Herbstes fasziniert ist im 19. Jahrhundert auch der österreichische Maler Carl Schuch. Der wohl bekannteste unbekannte Künstler seiner Zeit.
Philipp Demandt, Direktor Städel Museum Frankfurt
„Carl Schuch gehört zu den faszinierendsten Künstlerpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts. Aber gleichzeitig ist er unbekannt. Er war von Haus aus begütert, er musste nicht ausstellen, er musste nicht verkaufen. Er konnte sich sein ganzes Leben der Malerei widmen, und jetzt ist es an der Zeit, diesen Künstler, der nach seinem Tod dann wiederentdeckt, dann wieder vergessen wurde, neu zu entdecken.“
Es gibt noch mehr zu entdecken. Carl Schuch schätzt die heute weltberühmten Kollegen seiner Zeit. Er lebt lange in Paris. 50 Werke von Paul Cézanne, Claude Monet oder auch Édouard Manet werden zusammen mit den Gemälden des Wieners ausgestellt, auch um Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu zeigen.
Philipp Demandt, Direktor Städel Museum Frankfurt
„Carl Schuch lässt sich nicht einordnen. Er schaut sich die Bilder der Kollegen an und macht was ganz Eigenes daraus. Und das macht diese Person auch so faszinierend für uns als Kunsthistoriker.“
Wie entsteht so ein Stillleben? Röntgenaufnahmen machen es sichtbar. Der Maler Carl Schuch hat so einiges verändert, bis er zufrieden war.
Juliane Betz, Kuratorin der Ausstellung
„Er hat auch gelegentlich einzelne Gegenstände ersetzt, um die Farbzusammenstellung harmonischer oder kontrastreicher zu machen, um die Mischung aus Oberflächen und Materialien und Formen für seine Bedürfnisse noch besser darzustellen.“


