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Elektronische Patientenakte jetzt Pflicht — Rheinland-Pfalz übernimmt MPK-Vorsitz — Umweltzone in Mainz aufgehoben

Anmoderation:
Im südhessischen Trebur enden heute einige Maßnahmen zur Bekämpfung des Japankäfers. Anfang August war die invasive und sehr gefräßige Käfer-Art dort erstmals nachgewiesen worden. Um die Ausbreitung des Käfers zu verhindern durften die Bewohner dort monatelang keinen Grünschnitt entsorgen. Das ist nun wieder regulär möglich. Andere Maßnahmen – beispielsweise Erde aus der befallenen Zone zu transportieren – bleiben allerdings weiter bestehen. Darin könnten sich noch Larven befinden. Jeder Fund des Japan-Käfers muss an den hessischen Pflanzenschutz-Dienst gemeldet werden.
Und damit jetzt zu weiteren kurzen Meldungen von heute.
Elektronische Patientenakte jetzt Pflicht
Zum heutigen Stichtag müssen Ärzte und Krankenhäuser die elektronische Patientenakte, kurz  ePA nutzen. Diagnosen, Behandlungen und Medikationen von Patienten sollen dort hinterlegt und zugänglich sein. Welche Daten gespeichert werden, entscheidet der Patient. Nach Angaben des Frankfurter Uniklinikums spielt die ePA bislang kaum eine Rolle. Patienten sähen meist keinen Nutzen in ihr, für die Ärzte bringe sie wenig Mehrwert. Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen bezeichnet die Akte als „bestenfalls nutzlos“.
Rheinland-Pfalz übernimmt MPK-Vorsitz
Der Vorsitz der Ministerpräsidentenkonferenz geht heute turnusgemäß für ein Jahr an das Land Rheinland-Pfalz. Bei den Konferenzen stimmen sich die Länderchefs untereinander ab, um ihre Interessen gegenüber dem Bund besser vertreten zu können. Organisiert wird die MPK  von der Staatskanzlei in Mainz. Sie veranschlagt dafür Ausgaben von rund 4,1 Millionen Euro, 1,6 Millionen  davon für zusätzliches Personal. Der Steuerzahlerbund  in Rheinland-Pfalz  kritisiert die hohen Kosten. Andere Länder seien mit deutlich weniger Geld ausgekommen.
Umweltzone in Mainz aufgehoben
Autofahrer in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt brauchen ab heute keine grüne Umweltplakette mehr. Nach Angaben der Stadt entfällt die Umweltzone, weil sich die Schadstoffbelastung der Luft nachweislich reduziert habe. Zuletzt seien die gesetzlichen Grenzwerte für Stickstoffdioxid und Feinstaub deutlich unterschritten worden. Auch ohne die Umweltzone seien keine Überschreitungen zu erwarten. Die Zone war 2013 eingeführt worden, seitdem durften nur noch umweltfreundliche Autos in die Stadt.