Schweitzer setzt USA-Reise fort
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer ist weiter auf Delegationsreise in den USA. Nach wichtigen Gesprächen im Pentagon in Sachen US-Soldaten in Rheinland-Pfalz, ging es gestern Abend dann etwas lockerer zu. In der Botschaft in Washington wurde der Tag der Deutschen Einheit schon einmal vorgefeiert – mit einer riesigen Gartenparty.
Für die Gastgeber heißt es: Hände schütteln, Hände schütteln, Hände schütteln. Aber dem rheinland-pfälzischen Ministerpräsident Alexander Schweitzer und dem deutschen Botschafter Jens Hanefeld macht der Begrüßungsmarathon offensichtlich Spaß. Die rund 2.000 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur sind sich schnell einig: Die derzeit angespannten Beziehungen zwischen Deutschland und den USA können eine Stärkung vertragen. Wobei die AfD meint, dass vor allem deutsche Politiker an den Spannungen schuld seien.
Damian Lohr (AfD), Abgeordneter Landtag RLP
„Es ist teilweise unterirdisch, wie man mit Trump umgeht und ihn bezeichnet und das wird natürlich zur Kenntnis genommen. Die Amerikaner äußern sich vielleicht nicht zu jedem Punkt, aber sie nehmen es durchaus zu Kenntnis.“
Einige mitgereiste Landtagsabgeordnete und Verbandsvertreter machen sich über den politischen Kurswechsel in Washington weiter große Sorgen. Andere sind positiv überrascht.
Marcus Klein (CDU), Abgeordneter Landtag RLP
„Man merkt es auch hier in Gesprächen in Washington, dass die Stimmung angespannt ist, aber insgesamt bin ich dann jetzt doch beruhigt. Wir merken auch, dass Deutschland immer noch ein sehr geschätzter Partner ist, dass Rheinland-Pfalz auch ein geschätzter Partner ist – auch gerade für die Stationierung von Streitkräften. Und das gibt einem dann auch wiederum ein gutes Gefühl.“
Pia Schellhammer (Bündnis 90 / Die Grünen), Fraktionsvorsitzende Landtag RLP
„Mein sorgenvoller Blick hat sich eher bestätigt. Wenn ich mir anschaue, wie zum Beispiel auch mit der Pressefreiheit umgegangen wird, wie auch mit den Wissenschaften umgegangen wird, haben sich eher meine Sorgen bestätigt.“
Susanne Wingertszahn, Vorsitzende DGB Rheinland-Pfalz / Saarland
„Meine Sorgen sind noch da. Gleichzeitig erlebe ich, dass es immer gut ist, miteinander zu reden. Es ist immer besser, miteinander zu reden als übereinander zu reden. Und wir hatten in den letzten Tagen sehr viele sehr gute Gespräche – auch über die wirtschaftliche Situation, über Zölle. Das alles lässt mich mutig auch nach vorne schauen und optimistisch nach vorne schauen. Alles andere würde auch gar keinen Sinn machen.“Heike Raab (SPD), Bevollmächtigte des Landes RLP
„Ich habe den Eindruck, dass man uns von Freund zu Freund die Hand gereicht hat. Und dass man sagt, auch durch schwierige Zeiten kommen wir gemeinsam besser durch.“
Ein besonderer Partygast ist Thomas Jaworek, der Bürgermeister von Kallstadt. Denn sein Heimatort, ein kleines Dorf im Landkreis Bad Dürkheim, ist eng mit US-Präsident Donald Trump verbunden.
Thomas Jaworek (CDU), Bürgermeister Kallstadt
„Ja, die Großmutter und der Großvater kommen aus Kallstadt und sind 1905 dann gemeinsam ausgewandert in die USA.“


