„klicksafe“ fördert Medienkompetenz in Schulen

Im Prinzip läuft heute nichts mehr ohne KI. Und die Techniken werden rasant schnell immer besser. – In Ludwigshafen haben Schüler heute gelernt, wie sie diese KI-Inhalte schneller erkennen und damit auch besser einordnen können. Bundesweit waren der digitalen Schulstunde – organisiert von der Medienanstalt Rheinland-Pfalz – heute sage und schreibe 43.000 Schüler zugeschaltet – und haben mitgelernt und mitgerätselt.

Brennt es etwa in Hollywood? Die Schüler der digitalen Schulstunde erkennen fast alle: Nein, das ist ein Deepfake. Also ein Bild, das mithilfe von Künstlicher Intelligenz verändert wurde. Das dritte L im Schriftzug entlarvt die KI. Doch nicht immer sind Deepfakes so offensichtlich wie hier.
Dominique Facciorusso, Referentin für Medienbildung klicksafe.de
„Ist zum Beispiel ein Kennzeichen da, wo ganz klar irgendwo steht oder ein Wasserzeichen drauf ist, dass das KI-generiert ist? Oder gibt es Bildfehler? Unlogische Dinge? Unstimmigkeiten? Sachen, die nicht zusammenpassen? Mir auch ein komisches Bauchgefühl geben, weil das Gehirn solche Sachen manchmal schneller verarbeiten kann als der Verstand das merkt.“
Fast jedem hier sind solche FakeInhalte auf TikTok oder anderen Plattformen schon begegnet.
Stella
„Wenn ich auf TikTok bin, kommen manchmal so Fake-Sachen. Zum Beispiel von Donald Trump oder wie hier im Bild, wie Hollywood brennt.“
Emilia
„Und dann siehst du das und dann denkst du dir so: Irgendetwas stimmt da nicht. Aber manchmal ist es auch witzig und manchmal ist es unnötig.“
Unnötig und manchmal auch gefährlich – wenn pornografische oder politische Inhalte verändert und dann verbreitet werden. Das kann einzelnen schwer schaden. Umso wichtiger, dass man sich eine Routine aneignet. Sich also online ständig hinterfragt: Kann das hier gerade wirklich sein?
Dominique Facciorusso, Referentin für Medienbildung klicksafe.de
„Wo informiere ich mich eigentlich, wenn es um das Thema Meinungsbildung geht? Also da würde ich mehr auf diese Informationskompetenz und die Quellenkritik pochen. Dass es total wichtig ist, dass man versteht, woher man seine Infos bezieht. Nämlich aus seriösen Quellen. Weil es da eben Leute gibt, die ihr Handwerk verstehen, die Profis sind. Und genau wissen, was Fakten von Fakes unterscheidet.“
Da haben die Schüler in Ludwigshafen einen zentralen Wunsch: mehr Unterrichtsstunden wie diese heute.
Nadja
„Eigentlich müsste man in der Schule mehr drüber sprechen. Weil wir reden halt nicht so viel über Social Media und alles.“
Und das, obwohl Deepfakes unlöschbar im Alltag aller angekommen sind.