Störungen durch Drohnen am Flughafen

Es ist eine Entwicklung, die vielen Menschen große Sorgen bereitet. Immer häufiger werden im europäischen Luftraum illegale Drohnenüberflüge gemeldet. Vor allem Dänemark und Teile Schleswig-Holsteins waren in den vergangenen Tagen mehrfach betroffen. Aber auch bei uns nehmen Drohnensichtungen nahe kritischer Infrastruktur zu. Besonders häufig betroffen: der Frankfurter Flughafen.

Im Schnitt viermal pro Monat heißt es an Deutschlands größtem Flughafen: Unerlaubter Drohnenüberflug – nichts geht mehr. Aus Sicherheitsgründen wird der Flugbetrieb dann für einen gewissen Zeitraum komplett stillgelegt. 35 solcher Störungen hat es bisher in diesem Jahr in Frankfurt gegeben – so viele, wie an keinem anderen deutschen Flughafen. Das geht aus dem aktuellen Drohnen-Report der Deutschen Flugsicherung im südhessischen Langen hervor. Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum waren es nicht einmal halb so viele. Nur in wenigen Fällen gelingt es den Sicherheitsbehörden, die Drohnenpiloten zu identifizieren.
Vor ähnlichen Problemen stehen die Behörden in Rheinland-Pfalz. Auch hier haben illegale Drohnenüberflüge im Vergleich zum Vorjahr massiv zugenommen, besonders häufig in der Nähe von Militäranlagen. Laut rheinland-pfälzischem Innenministerium habe die Polizei keine dieser Drohnen eindeutig identifizieren können, was darauf hindeute, dass es sich um militärische Spähdrohnen handeln könnte. Innenminister Michael Ebling spricht in diesem Zusammenhang gar von hybrider Kriegsführung Russlands.
Ganz so weit geht man bei den Drohnensichtungen rund um den Frankfurter Flughafen aktuell nicht. Dennoch gelten Drohnenflüge im Radius von 1,5 Kilometern rund um den Flughafen als gefährliche Eingriffe in den Luftverkehr und sind somit streng verboten. Wer sich nicht daran hält, dem droht eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren.