17:30@night mit Abor und Tynna
Kennen Sie die beiden Musiker Attila und Tünde? Nein? Viel bekannter sind sie unter ihrem Künstler-Namen Abor & Tynna. Das Geschwister-Duo hat Deutschland in diesem Jahr beim Eurovision-Song-Contest vertreten und mit ihrem Song „Baller“ die oberen Chart-Plätze gestürmt. Jetzt sind die beiden das erste Mal auf großer Tour durch Europa. Ihr erster Stopp: Frankfurt. Nina Seeh hat die beiden vor ihrem Auftritt im Kulturzentrum Batschkapp getroffen.
Abor und Tynna aus Wien. Wie ist es so, mit Familie auf der Bühne zu stehen?
Tynna
„Mittlerweile sind wir auf jeden Fall ein eingespieltes Team: Am Anfang gab es vielleicht noch ein bisschen so Missverständnisse oder so wer was jetzt macht, aber das hat sich relativ schnell eingespielt.“
Wer was macht, ist klar: Abor ist verantwortlich für die Produktion und das musikalische Arrangement, Tynna singt, schreibt die Texte und gibt die emotionalen Impulse. Viele ihrer Texte drehen sich um reale Erfahrungen und sind deshalb besonders persönlich und emotional. Liebesbeziehungen, Trennungen, Gefühlschaos – die Songs schreiben sie selbst.
Abor & Tynna
„Und da habe ich auch das erste Mal gemerkt, wie therapeutisch so was sein kann. Wir arbeiten auch sehr viel mit Bildern. Also ich denke, wir sind jetzt nicht die Künstler, die die meisten Themen erfinden. Man erfindet die Verpackung neu. Genau, ich denke dass wir viel Wert darauf legen eine besondere visuelle Welt darum aufzubauen.“
Und in diese visuelle Welt nehmen die beiden das Publikum mit. Mal lauter mit schnellen Beats, mal leise und gefühlvoll. Aber immer in Verbindung mit den Fans.
Tynna
„Ich freue mich darauf, dass die Leute vielleicht den Text können und dann mitsingen. Für mich ist das eins der krassesten Momente, wenn man auf der Bühne steht.“
Durch ihre Teilnahme am Eurovision Song Contest und der schnell wachsenden Popularität mussten sich beide schon früh in ihrer Karriere mit Kritik auseinandersetzen.
Abor
„Ein bisschen so differenzieren lernen zwischen Kritik, die einfach nur nicht konstruktiv ist und nichts an sich hat außer, dass man jemanden verletzen möchte, oder Kritik, die vielleicht einen wahren Kern hat.“


