Haus bei Gasexplosion zerstört

Es sieht aus wie auf einem Schlachtfeld – eine heftige Explosion hat die kleine Stadt Daaden im Westerwald erschüttert. Ein Wohn- und Geschäftshaus wird dabei komplett zerstört. Mehrere Menschen verletzt. Die Polizei vermutet heute – am Tag danach – ein Gasleck als mögliche Ursache.

Um 16:15 Uhr gibt es einen gewaltigen Knall. Kurz darauf ist von dem Gebäude nicht mehr viel übrig.
Zum Zeitpunkt der Explosion ist der Dönerladen im Erdgeschoss geöffnet. Ein 15-jähriger Junge wird schwer verletzt und muss mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. Sieben weitere Menschen erleiden leichte Verletzungen. Kurz vor der Explosion gab es einen Notruf wegen Gasgeruchs.
Matthias Theis, Wehrleiter Verbandsgemeindefeuerwehr Daaden-Herdorf
„Es haben in dem Bereich des Gebäudes Bauarbeiten stattgefunden und hier in diesem Bereich gibt es auch eine Gasleitung. Da liegt natürlich die Vermutung nah, dass es da in irgendeiner Form zu einer Beschädigung gekommen ist. Allerdings kann man das zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt nicht bestätigen.“
Die tatsächliche Ursache muss jetzt ermittelt werden. Sicher ist: Weder in dem Dönergeschäft, noch in den Nachbarwohnungen hat es einen Gasanschluss gegeben.
Wegen der Explosion muss auch die Hauptleitung abgestellt werden. Zwischenzeitlich sind deshalb rund 300 Haushalte ohne Heizung. Anwohner sollen das Gebiet meiden.
Bülent J., Anwohner
„Auf einmal hörte ich diesen Knall. Alles hinter mir ist um mich herum geflogen. Mein Handy ist aus der Hand geflogen. Ich bin direkt rausgerannt. Habe noch mehrere Explosionen gehört.“
Mittlerweile sind alle Warnungen aufgehoben. Statiker haben die Nachbargebäude inspiziert und die Anwohner dürfen in ihre Wohnungen zurück. Sobald die Brandermittler die Unfallstelle inspiziert haben, sollen die Aufräumarbeiten beginnen.