Gladiators Trier vor Start der Basketball-Bundesliga

Am Wochenende startet die Basketball-Bundesliga in die neue Spielzeit. Zum ersten Mal seit 2015 auch wieder mit einer Mannschaft aus Trier. Denn die Trier Gladiators haben nach zehn Jahren Zweitklassigkeit den Aufstieg in die höchste Spielklasse geschafft. Und dort wollen die Gladiatoren mit Kampfgeist die Klasse halten.

Der Countdown läuft. Am Sonntag empfängt das Team von Trainer Jacques Schneider Rostock zum BBL-Auftakt. Premiere für die Gladiators – und für ihren Head Coach, mit 33 Jahren der jüngste der Liga. Vor zwei Jahren stößt er als Assistenztrainer zum Team. Seitdem geht es mit ihm und den Gladiators aufwärts.
Jacques Schneider, Trainer Gladiators Trier
„Wir haben es im ersten Jahr geschafft, die Begeisterung zu wecken, sind da leider im Halbfinale gegen Frankfurt ausgeschieden, aber haben es dann letztes Jahr geschafft, sowohl aufzusteigen in die Bundesliga als auch die Meisterschaft zu gewinnen. Und dann kann man sich natürlich vorstellen, was das für eine Begeisterung in der Stadt generell ausgelöst hat.“
Die Euphorie ist riesig nach dem Aufstieg vor über 5.000 Fans in der heimischen Arena. Nach dem Abstieg und der Insolvenz der TBB Trier vor zehn Jahren wagt wieder eine Mannschaft aus der Moselstadt das Abenteuer Bundesliga. Die Hoffnung ruht unter anderem auf Neuzugang Eli Brooks. Der US-Amerikaner kommt von Liga-Konkurrent Oldenburg und soll das Spiel der Gladiators lenken.
Eli Brooks, Point Guard Gladiators Trier
„Für viele unserer Spieler ist es das erste Jahr in der Liga. Ich glaube, vier von uns haben schon erste Liga in Deutschland gespielt, der Rest zum ersten Mal. Es geht um den Eifer und den Willen zu lernen. Es wird eine Menge Aufs und Abs geben und viele Herausforderungen. Aber genau dafür sind wir da und dafür trainieren wir jeden Tag.“
Erfahrung bringt auch er mit. Maik Zirbes, 75-facher deutscher Nationalspieler. Seine Karriere begann vor über 20 Jahren in Trier. Nach Stationen bei mehreren deutschen Top-Clubs und im Ausland spielt er seit zwei Jahren wieder in der Heimat. Der 35 Jahre alte und 2 Meter 7 lange Center bringt Physis und Präsenz unterm Korb mit.
Maik Zirbes, Center Gladiators Trier
„Für mich persönlich hat sich da ein kleiner Kreis geschlossen. Meine Rolle im Team ist erstmal die des Kapitäns. Das heißt, vielleicht so eine kleine Führungsposition auch außerhalb vom Feld. Und jetzt wollen wir uns hier erst einmal etablieren und dann weiterhin erste Liga spielen.“
Die BBL-Reise gehen die Trierer mit einem der kleinsten Etats der Liga an und mit für Basketball-Verhältnisse eher kurz gewachsenen Spielern. Um das Ziel Klassenerhalt zu erreichen, muss Jacques Schneiders Team vermutlich das ein oder andere Mal über sich hinauswachsen.