Sidecar-Fahrer Max Bell
Diese Gespanne – Motorrad und Beiwagen – kämpfen beim Sidecar-Rennen um den Sieg. Dabei kommt es bei Fahrer und Beifahrer vor allem auf perfektes Teamwork an. Max Bell aus Bingen hat uns mit auf die Maschine genommen – mit an Bord: jede Menge Ehrgeiz.
Mit bis zu 220 Stundenkilometern über die Gerade und in den Kurven nur wenige Zentimeter Abstand zwischen Beifahrer und Asphalt. Das ist Sidecar-Rennen.
Max Bell fährt aktuell erst seine zweite Saison. Doch schon jetzt hat in der Sport komplett gepackt.
Max Bell, Sidecar-Fahrer aus Bingen
„Der Reiz an dem Sport ist natürlich das Gefährliche auf der einen Seite, auf der anderen Seite das Gefühl mit einem Motorrad schnell zu fahren. Das ist sehr anstrengend für den Beifahrer und den Fahrer. Das ist so der Reiz daran, sich selbst über seine Grenzen heraus zu fordern und natürlich der Kampf mit den Rivalen, dass man dann auf Platz Eins fährt im besten Fall.“
Beifahrerin ist Julia Preisinger. Ihre Aufgabe während des Rennens: Ihr Körpergewicht so verteilen, dass das Motorrad möglichst schnell durch Kurven manövriert werden kann und sich nicht überschlägt. Und das alles ganz ohne Sicherheitsgurt.
Julia Preisinger, Beifahrerin
„Auf der Geraden hab ich meine Hände hier an dem Griff und mache mich ganz klein, tue meinen Kopf nach unten. Dann für die Rechtskurve gehe ich mit meinem Arm hier hoch und halte mich einmal da drüben an den Griffen fest. Dann gehe ich wieder zurück und für die Linkskurve habe ich dann meinen rechten Arm hier, denn linken da und stoße mich dann mit dem Fuß ganz nach außen.“
Nur so verschiebt sich der Schwerpunkt des Motorrades, sodass Max die Kurven möglichst präzise fahren kann. Eine Zusammenarbeit, die auch privat funktioniert, denn die beiden sind nicht nur auf der Rennstrecke Partner.
Max Bell, Sidecar-Fahrer aus Bingen
„Dazu gebracht hat mich meine Freundin Julia. Wir haben uns auf der Rennstrecke kennengelernt und sie erzählte mir, dass sie Gespannsport betreibt. Und ich bin direkt drauf angesprungen. Hab gesagt: Das ist cool, lass uns das doch zusammen machen. Und seit zwei Jahren fahren wir zusammen über die Rennstrecke.“
Beim Rennen hat der Fahrer weder Sicht – noch Funkkontakt zu seinem Beifahrer. Es ist also blindes Vertrauen gefragt.
Julia Preisinger, Beifahrerin
„Es ist tatsächlich wie so ein unsichtbarer Faden. Also ich bin schon mit vielen anderen Fahrern auch gefahren, die ich erst an dem Wochenende kennengelernt habe und es war einfach so eine Bauchgefühlsache, ob ich dem vertraue oder nicht. Und dann merkt man aber während dem Fahren, wie so eine Connection wächst.“


