Eintracht mit historischem Spiel – Der Sporttalk mit Sportreporter Thorsten Arnold

Markus Appelmann, Moderator: Furioser Auftakt für die Frankfurter Eintracht gestern Abend in der Fußball Champions League! Mit 5:1 wurde Galatasaray Istanbul wieder nach Hause geschickt. Und das Spiel gestern Abend live im Stadion verfolgt hat mein Kollege Thorsten Arnold aus der Sport-Redaktion. Thorsten, das war ja gleich mal ein Statement der Eintracht gestern, was?
Thorsten Arnold, Sportreporter:. Na klar, und vor allem war der Sieg hoch verdient. Die Eintracht war ein bisschen nervös am Anfang, geriet ja auch null zu eins in Rückstand. Aber sie haben sich dann in einen wahren Rausch gespielt und vor allem ist die Eintracht mit diesem hohen Sieg jetzt tatsächlich erster Tabellenführer nach dem ersten Champions League Spieltag. Und auch bei Jonny Burkardt da ist jetzt der Knoten geplatzt, gleich zwei Mal hat er ins Tor getroffen. Also es war wieder so eine magische Europapokal Nacht von der sie bei der Eintracht immer so schwärmen. Und nach dem Spiel, da erlebten wir einen überglücklichen Eintracht Trainer Dino Toppmöller.
Dino Toppmöller, Trainer Eintracht Frankfurt 
Was für eine Nacht! Was für ein Abend! Unglaublich! Das war schon vor dem Spiel so außergewöhnlich, was die Stimmung betrifft. Da hast du schon gemerkt, dass eine ganz besondere Energie im Stadion ist. Am Ende war es ein hoch verdienter Sieg mit schönen Toren, mit schönen Momenten einfach. Und wenn man dann am Ende mit den Zuschauern gemeinsam das feiern kann, dann ist es was ganz besonderes.“
Jetzt heißt es aber erst mal ganz schnell wieder umschalten. Am Sonntag ist schon wieder Bundesliga, Union Berlin kommt in den Deutsche Bank Park und da sollte die Eintracht doch den Schwung von gestern Abend mitnehmen.
Thorsten, wir schauen weiter zu unserem anderen Erstligisten, zu Mainz 05 und dort gab es ja nach der Heimniederlage gegen Leipzig ein paar Verstimmungen in den Reihen der Nullfünfer.
Ja Führungsspieler Nadiem Amiri, der hat von zu wenig Qualität im Kader gesprochen und dass es so sehr schwer werden würde in drei Wettbewerben diese Saison zu bestehen. Und jetzt vor dem schwierigen Auswärtsspiel in Augsburg hören wir mal, wie sehr sich die Verantwortlichen um Trainer Bo Henriksen Amiris Kritik zu Herzen genommen haben:
Bo Henriksen, Trainer 1. FSV Mainz 05 
Nadiem sagt, was er sagt. Das wichtigste ist, dass er für uns sein Bestes gibt. Wir haben eine gute Mannschaft, alle wissen das und Nadiem weiß das auch. Dafür sind wir hier und deswegen müssen wir auch in jedem Spiel unser Bestes geben. Dass Spieler gewinnen wollen, das ist nur gut. Und wenn er ein bisschen frustriert ist, das ist auch Leben.“
Ja und sie hätten auch eine Analyse gemacht und festgestellt: Hey so schlecht sind wir doch gar nicht: Viele Flanken, viele Torschüsse. Es braucht nur einen, der den Ball auch mal rein macht. Vielleicht klappt‘s ja endlich morgen in Augsburg.
Wir schauen ganz schnell in Liga zwei, denn da ist ja gleich schon Anpfiff für den 1. FC Kaiserslautern
Ja, gegen Preußen Münster, tolles Duell zweier echter Traditionsvereine, halb sieben geht’s los. Und wenn’s nach Trainer Torsten Lieberknecht geht, sollten die FCK-Fans diesmal ein wenig Geduld mitbringen, weil der Gegner echt unangenehm zu bespielen ist.
Torsten Lieberknecht, Trainer 1. FC Kaiserslautern 
Viel Ballbesitz, den Gegner locken, um dann in die Tiefe zu kommen – das sind die Dinge. Also ein klares Muster, was uns erwartet. Es ist immer schwierig, hier zu Hause auf dem Betzenberg von einem Geduldsspiel zu sprechen, aber es kann durchaus sein, dass es eben ein Geduldsspiel wird. Trotzdem ist es so bei einem Heimspiel immer das oberste Ziel, dass wir es natürlich mit drei Punkten beenden.“
Über 45.000 Karten sind schon verkauft. Hoffen wir mal, dass es alle Fans in diesen Minuten rechtzeitig hoch auf den Betze schaffen.
Und wir schauen noch auf ein weiteres Traditions-Duell: Darmstadt 98 tritt am Sonntag bei Fortuna Düsseldorf an.
Ja und die Düsseldorfer, die haben sich enorm viel vorgenommen in dieser Saison, waren tatkräftig auf dem Transfermarkt unterwegs, haben viel Geld ausgegeben. Und jetzt hören wir mal, wie Lilien-Trainer Florian Kohfeldt auf die Partie blickt
Florian Kohfeldt, Trainer SV Darmstadt 98
„Düsseldorf ist jetzt so ein bisschen ins Rollen gekommen, hat die letzten vier Spiele nicht verloren, inklusive Pokalspiel sieben Punkte geholt aus der Liga. Dementsprechend ist es für sie natürlich der ganz klare Anspruch, gegen uns zu gewinnen am Sonntag um zu uns aufzuschließen. Wir sind drei Punkte vor ihnen und vielleicht müssen wir so ein bisschen auch diese Situation – dass sie unbedingt müssen – für uns zum Vorteil machen.
Ja, guter Ansatz. Also die Darmstädter können befreit aufspielen auf Platz 4. Vielleicht schaffen Sie es ja, oben auf die Aufstiegsränge zu hopsen.
Wir sind gespannt, wie’s ausgeht und drücken unseren heimischen Teams fest die Daumen. Thorsten, vielen Dank für deinen Bundesliga-Ausblick!