Wie steht es um den Bau der Radwege in Rheinland-Pfalz?
Das Auto stehen lassen und mit dem Rad zur Arbeit fahren, das ist das Ziel von sogenannten Pendler-Radrouten. In Rheinland-Pfalz sollen bis zur Landtagswahl im nächsten Frühling knapp 400 Kilometer Routennetz zur Verfügung stehen – doch das Ziel ist wohl nicht mehr zu schaffen.
Freie Fahrt voraus! Zumindest auf dieser Teilstrecke der Pendlerradroute Bingen – Mainz. Verkehrsministerin Daniela Schmitt setzt sich schon länger für den Radwegeausbau ein – für sie ist er ein wichtiges Projekt für das Umland und den ländlichen Raum.
Daniela Schmitt (FDP), Verkehrsministerin RL
„Wichtig ist ja, dass wir ein gutes Mobilitätsangebot den Bürgern machen. Ich beobachte, dass Viele mit dem Fahrrad auch gerne auf den Arbeitsplatz fahren oder auch in die Uni oder an die Schule. Und dass wir das grundsätzlich unterstützen und auch die Kommunen auch begleiten.“
Von den insgesamt 370 Kilometern Radweg-Strecke sind bisher aber lediglich 42 Kilometer fertiggestellt. Dass laut Verkehrsministerium ein Großteil dieser 370 Kilometer zwar noch nicht erneuert aber dennoch „befahrbar“ sei, reicht für den ADFC Rheinland-Pfalz nicht aus.
Robert Wöhler, Geschäftsführer Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Landesverband RLP e. V.
„Besonders bei den Pendlerradrouten geht es einfach viel zu langsam voran. Das ist ein Projekt, was seit vielen Jahren in Planung ist. Was für die Pendler in Rheinland-Pfalz wichtig ist. Dass sie wirklich schnell von A nach B kommen, dass auch alle Menschen die Arbeitswege gut und sicher mit dem Fahrrad zurücklegen können. Und wir haben da wenig Hoffnung, dass das jetzt zeitnah abgeschlossen wird.“
Eine ordentliche Asphaltierung, eine Mindestbreite, sowie Beschilderungen und Fahrbahnmarkierungen. So sollen alle 7 Pendlerradrouten mal aussehen. Dass das aber in großen Teilen noch nicht der Fall ist, hat seine Gründe, so die Verkehrsministerin.
Daniela Schmitt (FDP), Verkehrsministerin RLP
„Bei Verkehrsinfrastruktur, egal ob Radwege oder Straßen, braucht es immer extrem viel Abstimmung mit den Akteuren vor Ort. Mit Eigentümern, aber natürlich auch mit Gutachten, mit Standards, die dann eingehalten werden. Und deswegen ist es gut, dass wir uns auf den Weg gemacht haben. Und natürlich wünsche ich mir, dass es an der ein oder anderen Stelle noch schneller geht. Das muss uns auch für die Zukunft umtreiben. Aber man schon auch klar sagen, wir haben vieles erreicht.“


