Frankfurt Art Experience gestartet
Frankfurt will zeigen, dass sie nicht nur eine Bankenmetropole ist – und startet dieses Wochenende in den Kunstherbst. Unter dem Motto „Art Experience“ kann man in über 60 Galerien und an ganz speziellen Orten kostenlos Ausstellungen besuchen – und das in wirtschaftlich für Künstler und Galeristen gar nicht so einfachen Zeiten.
Pop Art von Heiner Meyer, dem wohl wichtigsten deutschen Vertreter dieser Kunstrichtung. Kostenpunkt für ein Bild: Schon mal über 50.000 Euro. Zu sehen in dieser Galerie im Frankfurter Westend, seit 30 Jahren stellt Barbara von Stechow hier zeitgenössische Gemälde aus. Und das trotz teils widriger Bedingungen.
Barbara von Stechow, Galeristin in Frankfurt
„Es ist nicht so ganz einfach in der jetzigen Zeit. Sie wissen selbst, die Wirtschaftslage ist schwierig. Und wenn man dann ein Kunstwerk erwerben möchte, muss man auch das nötige Geld dazu haben.“
Zudem gilt die Mainmetropole im Vergleich zu anderen Städten nicht gerade als Kunsthochburg, das soll sich ändern.
Startschuss der Art Experience im Kunstverein Montez direkt am Main. Die Stadt Frankfurt unterstützt das Wochenende dieses Jahr mit 65.000 Euro und sieht sich in Sachen Kunst auf einem guten Weg.
Ina Hauck (SPD), Stadträtin Frankfurt
„Frankfurt ist einfach auch viel mehr als Finanzmetropole, als Verkehrsknotenpunkt oder als Internetknotenpunkt. Es zeigt: Wir sind im Zentrum, wir sind mutig.“
Neben rund 40 teilnehmenden Galerien gibt es auch über 20 sogenannte Offspaces – leerstehende Flächen, die nun ebenfalls für Ausstellungen genutzt werden.
Hier am Goetheplatz platziert der Frankfurter Galerist Camille Hoffmann die Gemälde gemeinsam mit seinem Kollegen Michael Honecker von der Pariser Galerie Éric Mouchet. In ihren Augen sollte es Ausstellungsmöglichkeiten wie diese viel öfter in Frankfurt geben.
Camille Hoffmann, Galerist in Frankfurt
„Diesen temporären Leerstand, der an vielen Plätzen der Stadt ist, zu aktivieren. So wie hier für temporäre Ausstellungen und Kooperationen, um die gemeinsamen Künstler zeigen zu können.“


