Mehr Schutz von Kindern in Jugendlichen in der digitalen Welt
Wie können Kinder und Jugendliche im Netz besser vor Extremismus, sexueller Belästigung, Mobbing und Gewalt geschützt werden? Diese zentrale Frage hat heute die rheinland-pfälzische Landesregierung im zweiten „Spitzengespräch Sicherheit“ gestellt. Zusammen mit Sicherheitsbehörden, Kommunen, Schülervertretern und der Medienanstalt wird an einer ressortübergreifenden Strategie zur Medienkompetenz gearbeitet – um Kindern eine selbstbestimmte und zugleich sichere Teilhabe an der digitalen Welt zu ermöglichen.
Auftakt zum zweiten „Spitzengespräch Sicherheit“. Heute mit dem Fokus auf den Schutz von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt.
Alexander Schweitzer (SPD), Ministerpräsident RLP
„Wir haben gesagt, es wichtig ist, dass Medienkompetenz weiterhin eine große Rolle spielt. Das ist in Rheinland-Pfalz traditionell so, aber wir können auch noch mehr machen und wir können die Angebote vernetzen. Wir haben heute im Kabinett auch vor, eine neue Medienkompetenzstrategie auf den Weg zu bringen.“
Es brauche vor allem mehr niedrigschwellige Beratungsangebote für junge Menschen. Denn Studien belegen: Immer jüngere Kinder nutzen digitale Angebote. Und das mit zunehmender Intensität. Ein Alltag ohne Smartphone und Co. – meist undenkbar.
Maximilian Glätzner, Vorstand Landesschüler*innenvertretung RLP
„Es wirkt sich schon auf den Schulalltag aus. Also es ist unterschiedlich, je nach Person. Es gibt manche Leute, die sind einfach in dieser digitalen Welt quasi gefangen. Social Media ist ein großer Punkt, Whatsapp-Messenger ist ein großer Punkt. Dann teilweise E-Mail, auch Nachrichten anschauen. Das funktioniert teilweise auch nur noch über Social Media.“
Geht es nach der Landesregierung, sollten die großen Social Media Plattformen künftig stärker in die Verantwortung genommen werden.
Alexander Schweitzer (SPD), Ministerpräsident RLP
„Ich glaube, die Zeit der Appelle an TikTok und andere ist vorbei. Jetzt ist die Zeit, wo wir auch Staat und Politik und auch Rechtsstaat in die Verantwortung bringen. Und da sagen wir: Wir haben Regeln, Spielregeln. An die müsst ihr euch halten, sonst könnt ihr dann eben auch in Europa und damit in Deutschland nicht mehr agieren.“
Kinder und Jugendliche von Anfang zu einer aktiven und umsichtigen Mediennutzung anleiten. Für die Medienanstalt Rheinland-Pfalz mit die wichtigste Aufgabe, um Kinder auf die Gefahren im Netz vorzubereiten.
Deborah Woldemichael, Medienanstalt Rheinland-Pfalz
„Hier geht es vor allem um sexuelle Belästigung. Sextortion oder Cybergrooming, die Anbahnung eines sexuellen Missbrauchs. Aber KI auch nochmal als Verstärker für all diese Risiken. Es ist heutzutage sehr einfach, aus ganz normalen Alltagsbildern auch Nacktbilder zu generieren. Und das geht zu einfach und da müssen wir Kinder und Jugendliche gut an die Hand nehmen.“


