Besetztes Haus in Frankfurt geräumt
In Frankfurt sorgt seit Mitte Juli ein besetztes Haus für viele Diskussionen. Jetzt hat die Stadt durchgegriffen und das Haus im Stadtteil Gallus von der Polizei räumen lassen. Was die Einsatzkräfte bei so einer Räumung zu erwarten haben, das weiß vorher vorher niemand. So viel sei aber vorweg schon mal verraten: Besonders lang hat die Aktion heute nicht gedauert.
Um kurz vor 7 Uhr rücken Dutzende Einsatzkräfte vor dem besetzten Haus in der Lahnstraße an und dringen ins Erdgeschoss ein. Anders als erwartet stoßen sie bei der Räumungsaktion nicht auf Widerstand: Im besetzten Teil des Gebäudes halten sich keine Menschen auf. Schon nach kurzer Zeit meldet die Polizei deshalb: Räumung erfolgreich abgeschlossen, Räumlichkeiten gesichert. Gebäude an den Eigentümer zurückgegeben – in diesem Fall ist das die Stadt Frankfurt. Die hatte die Räumung angeordnet, weil sie das Haus künftig als Stadtteil-Quartier nutzen will.
Zuvor hatte es in der Mainmetropole jede Menge Ärger um die Hausbesetzung gegeben. Denn die Stadt duldete die Besetzung durch das Aktionsbündnis „Internationalistisches Zentrum“ zunächst wochenlang – damit habe die grün-rote Stadtregierung unter Beteiligung von FDP und Volt ein verheerendes Signal gesendet.
Martin-Benedikt Schäfer (CDU), Stadtverordneter Frankfurt
„Die Räumung der Lahnstraße war längst überfällig. Die Stadt Frankfurt, die Stadtregierung, hat viel zu lange gezögert und den extremistischen Umtrieben hier einen Hort gegeben, wo die sich austoben konnten. Für eine liberale, weltoffene Stadt wie Frankfurt ist so was inakzeptabel. Dass wir solche extremistischen Ausbrüche hier haben, mit Hausbesetzungen und entsprechenden antisemitischen Parolen.“


