Internationale Polizei beim Museumsuferfest

Der Spätsommer lädt zum Feiern ein – so auch am Wochenende in Frankfurt. Wenn Sie auf dem Museumsuferfest unterwegs waren, sind Sie vielleicht auch dieser illustren Truppe begegnet: 14 Polizisten aus aller Herren Länder waren nämlich am Mainufer auf Streife – oder besser gesagt: auf großer Sympathie-Tour.

Carolina Arias
„Hallo allerseits, wie geht’s? Ich bin Carolina Arias vom NYPD, dem New York Police Department.“
Naoki Kawamura
„Mein Name ist Naoki Kawamura. Ich bin Polizist aus Japan.“
Fabricio Fernandes da Silva Moca
„Hallo. Ich bin Oberstleutnant Fabrício von der Militärpolizei des Bundesstaates Rio de Janeiro.“
Nico Gerber
„Guten Tag. Ich bin Major General Gerber. Ich arbeite im Polizeidienst und komme aus Südafrika.“
So was sieht man am Frankfurter Mainufer auch nicht alle Tage: Polizeibeamte aus insgesamt 14 verschiedenen Nationen streifen übers Museumsuferfest. Sehen nach dem Rechten – und kommen mit den Besuchern ins Gespräch. So wie hier mit einem brasilianischen Fußball-Fan, der doch ziemlich erstaunt ist, hier in Frankfurt  auf einen Cop aus Rio zu stoßen. Mit dabei immer auch deutsche Polizisten: Denn die internationalen Kollegen sind nicht bewaffnet und dürften auch  gar nicht eingreifen – sie sind zu rein repräsentativen Zwecken in voller Montur unterwegs. Und zwar auf Einladung des Internationalen Polizeiverbands IPA.
Thomas Jüngel, International Police Association Frankfurt
„Wir haben einen guten Austausch mit allen Kollegen. Und es ist auch schön zu sehen, wie verschiedene andere Kollegen, jetzt zum Beispiel in Sao Paulo das jetzt bei so einer Großmetropole gehandhabt wird. Wie die Technik in Tokio ist und so weiter.“
Der Austausch mit den Kollegen aus aller Welt stärkt nicht nur den Zusammenhalt – er bietet auch einen Blick über den eigenen Tellerrand. So ist etwa die Kriminalitätsrate in brasilianischen oder südafrikanischen Metropolen noch deutlich höher als in Frankfurt. Am Ende, so sind sich hier alle einig, ist Polizeiarbeit aber immer Polizeiarbeit – es gibt deutlich mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Nur mit dem Kollegen aus Japan möchte wohl niemand gerne tauschen.
Naoki Kawamura, Polizei Tokio
In Japan dauert die Schicht eines Polizisten 24 Stunden. Hier in Deutschland sind es nur 12 Stunden.“
Heute spielt das aber keine Rolle: Die internationalen Polizisten üben sich  im Smalltalk – und checken auf ihrem Rundgang auch gleich mal, was das Mainuferfest kulinarisch so zu bieten hat.