Der Bundesliga-Talk mit Thorsten Arnold
Nach UEFA-Conference-League-Jubel in Mainz wartet der Bundesliga-Alltag auf unsere Vereine. Und da gibt es auch ein hessisch-pfälzisches Aufeinandertreffen. Mehr dazu von unserem Sportreporter.
Markus Appelmann, Moderator:
Mit 4:1 hat Mainz 05 gestern Abend im eigenen Stadion die Mannschaft von Rosenborg Trondheim geschlagen und zieht damit in die Ligaphase der UEFA Conference League ein. Und das Ganze genau verfolgt hat mein Kollege Thorsten Arnold aus der Sportredaktion. Thorsten, jetzt geht das Europapokal-Abenteuer der Mainzer erst so richtig los.
Thorsten Arnold, Sportreporter:
Jetzt geht die Reise los, nach diesem überzeugenden und wie ich finde hoch verdienten Sieg. In der Ligaphase gibt es garantierte drei Heim- und drei Auswärtsspiele. Und da gucken wir direkt mal drauf, wen die Losfee heute Nachmittag den Mainzern zugedacht hat. Also zu Hause in der Mewa-Arena geht’s gegen Florenz, Mostar die Mannschaft aus Bosnien-Herzegowina, und Samsunspor aus der Türkei. Und die Mainzer Fans können reisen ins polnische Posen, Nikosia auf Zypern und Craiova in Rumänien. (Offmaz Ende) Also da waren durchaus attraktivere Vereine im Topf und wir hören direkt mal, was der Mainzer Trainer Bo Henriksen dazu sagt:
Bo Henriksen, Trainer 1. FSV Mainz 05
„Ja, ich denke das war okay für uns. Wichtig ist, dass wir sportlich gute Möglichkeiten haben. Das sind gute Gegner, wir wissen das, das sind schwierige Spiele, aber für uns ist das perfekt. Wir wollen diese Spiele spielen und wir freuen uns, im Oktober zu spielen. Aber jetzt ist erst mal Bundesliga.“
Arnold:
Tja, Bundesliga ist das Stichwort. Am Sonntag müssen die Mainzer zum VfL Wolfsburg und nach diesem starken Auftritt gestern Abend bin ich zuversichtlich, dass auch in der Bundesliga die ersten Erfolge, sprich Punkte, eingefahren werden.
Appelmann:
Wir schauen zu unserem anderen Erstligisten, zu Eintracht Frankfurt, der ja sensationell in die Saison gestartet ist. Direkt Platz 2 hinter den Bayern durch einen furiosen 4:1-Auftakt-Sieg über Werder Bremen.
Arnold:
Ja, das war schon mal ein Statement, vor eigene Kulisse. Morgen dann das erste Auswärtsspiel, bei der TSG Hoffenheim und auch die haben ihr Auftaktspiel gewonnen. Da ist Eintracht Trainer Dino Toppmöller natürlich gewarnt.
Dino Toppmöller, Trainer Eintracht Frankfurt:
„Das wird schon ein Brett, was da auf uns zukommt. Wir fühlen uns aber selber auch ganz gut vorbereitet und eben auch mit dem Selbstvertrauen, was wir jetzt auch am ersten Spieltag hier zu Hause getankt haben gegen Bremen, sind wir bereit für ein gutes Spiel am Samstag.“
Arnold:
Und bereit sein sollte die Eintracht auch für die Champions League! Gestern Abend war Auslosung und auch da schauen wir natürlich direkt drauf: Also viermal zu Hause im Deutsche Bank Park und zwar gegen Liverpool – mit Hugo Ekitike und Florian Wirtz, was für ein Knaller! -, Bergamo – auch ein Festtag, denn mit Atalanta pflegen die Frankfurter eine große internationale Fanfreundschaft -, dann wieder mal Tottenham und Galatasaray Istanbul – auch das verspricht eine sensationelle Stimmung. Und auswärts in Barcelona – Da war doch was? – 30.000 Eintracht-Fans vor drei Jahren im Stadion dort, bei Atletico Madrid, in Neapel und Qarabag Agdam in Aserbaidschan. Also ganz attraktive Lose sind für die Eintracht da dabei.
Appelmann:
Thorsten, lass uns direkt in die zweite Liga blicken, da steht ja ein regionales Duell an.
Arnold:
Ja klar, am Sonntag der 1. FC Kaiserslautern gegen Darmstadt 98, also Rheinland-Pfalz gegen Hessen. Und für einen ist es natürlich noch mal spezieller, Darmstadts Ex-Trainer Torsten Lieberknecht – jetzt in Kaiserslautern an der Seitenlinie, der fiebert dieser Partie natürlich am meisten entgegen.
Torsten Lieberknecht, Trainer 1. FC Kaiserslautern
„Wenn ich gegen Ex-Vereine spielen darf, das war als Spiele schon so, und jetzt eben halt auch als Trainer, das ist immer was besonderes, dass es dann immer kribbelt und deswegen kann ich nicht sagen, ob sich das irgendwann mal legt. Ich freue mich auf das Spiel, es kommt ein Gegner der ungeschlagen ist, der gerade punktemäßig gut gestartet ist in die Liga.“
Arnold:
Sieben Punkte aus drei Spielen. Aber: Die Darmstädter konnten noch nie in Lautern auf dem Betzenberg gewinnen. Lilien-Trainer Florian Kohfeldt kennt diese Statistik und hat so seine ganz eigene Theorie dazu, hören wir mal rein:
Florian Kohfeldt, Trainer SV Darmstadt 98
„Ich glaube, das ist einer der Gründe warum alle Lilien-Trainer später Lautern-Trainer werden, damit sie auch auf dem Betze mal gewinnen können. Nein, aber Auswärtsspiel auf dem Betze gehört mit Sicherheit in der Saison zu den Spielen, die besonders sind und darauf freuen wir uns und so fahren wir da hin.“


