Totes Baby in Kühltruhe – Prozess in Fulda
Wie kann eine Mutter so etwas tun? Das fragt man sich bei dem Fall, der seit einer Woche vor dem Landgericht Fulda verhandelt wird. Eine 35-jährige Frau soll ihr Neugeborenes erschlagen und in einer Kühltruhe in ihrem Haus im ost-hessischen Heringen versteckt haben. Die Anklage gegen die Mutter lautet auf Totschlag. Heute kamen weitere, grausige Details ans Licht.
Laut Staatsanwaltschaft soll Monika Z. ihrem „voll ausgereiften und lebensfähigen“ Säugling unmittelbar nach der Geburt die Nabelschnur abgerissen und ihn danach erschlagen haben. Dazu soll sie das Mädchen gegen oder mit einem flachen Gegenstand geschlagen haben. Das Baby stirbt an den Folgen eines Schädel-Hirn-Traumas mit Knochenbrüchen sowie einer Hirnblutung. Anschließend soll die bereits zweifache Mutter das tote Neugeborene in eine Decke und Einkaufstüte verpackt und in einer Tiefkühltruhe versteckt haben.
Die Tat selbst soll sich zwischen Januar 2022 und April 2024 abgespielt haben – gefunden wird die Leiche vergangenen Februar. Möglich also, dass sie jahrelang in der Kühltruhe lag.
Die Angeklagte selbst hat heute, anders als erwartet, nicht ausgesagt. Stattdessen wurde ein Vernehmungsprotokoll verlesen.
Carsten Praeg, Reporter am Landgericht Fulda
„’Ich würde niemals mein Kind töten‘, wird die Polin zitiert. Sie sei bei der Geburt allein zuhause und betrunken gewesen, ihr Ex habe von ihrer Schwangerschaft nichts gewusst. Direkt nach der Geburt sei sie mit dem Baby auf dem Arm in der Blutlache ausgerutscht und gegen einen Tisch geknallt. Als sie den Tod ihres Kindes bemerkte, habe sie es nicht zum Müll bringen oder verbrennen wollen und es später in die Tiefkühltruhe gepackt. Dort wird es von einer polnischen Bekannten entdeckt, die die Polizei alarmiert.“


