Neue Anklage im AWO-Skandal
Vor knapp sechs Jahren erschüttert ein gigantischer Skandal die hessische Arbeiterwohlfahrt. Betroffen sind vor allem die AWO in Frankfurt und Wiesbaden. Im Raum stehen Vorwürfe wie Vetternwirtschaft, Auszahlung überhöhter Gehälter und Misswirtschaft. Heute hat die Staatsanwaltschaft eine weitere Anklage wegen Untreueverdachts erhoben.
Die Aufarbeitung des AWO-Skandals geht in die nächste Runde. Konkret wirft die Staatsanwaltschaft drei ehemaligen Hauptverantwortlichen 262 Straftaten vor, unter anderem Betrug und Bestechung. Einer der Angeklagten ist der frühere Geschäftsführer der AWO Frankfurt, Jürgen Richter. Er wurde bereits im Oktober 2023 zu einer Schadensersatzzahlung von insgesamt 1,8 Millionen Euro verurteilt. So auch seine Frau Hannelore Richter. Sie war bis Anfang 2020 Geschäftsführerin der AWO Wiesbaden. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft klagt heute auch sie an, außerdem einen damaligen stellvertretenden Geschäftsführer.
Dominik Mies, Staatsanwaltschaft Frankfurt
„Den Angeschuldigten werden insgesamt über 260 Straftaten vorgeworfen. So sollen sie unter anderem Scheinverträge abgeschlossen haben, darüber hinaus sollen sie unberechtigter Weise Kreditkartenzahlungen vorgenommen haben, Kassenentnahmen getätigt haben und auch weitere unberechtigte Zahlungen getätigt haben.“


