Festgefahrenes Boot wird geborgen

Diese kleine Yacht war in den letzten zwei Wochen Attraktion und Fotomotiv für Touristen und Einheimische: Sie hatte sich auf einer seichten Stelle im Rhein zwischen Bingen und Rüdesheim festgefahren. Die Bergung scheiterte bisher aufgrund der niedrigen Wasserstände und weil das Boot drohte auseinander zu brechen. Heute ein neuer Versuch – mit Spezialgerät.

Seit heute morgen um 9 Uhr sind die Bergungskräfte im Einsatz. Ein Schwimmkran soll es richten. Das Spezialgerät muss passgenau an der 13 Meter langen Jacht positioniert werden, damit die Drähte zum Anheben um den Rumpf des Schiffes gespannt werden können. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt, denn alles passiert in Handarbeit. Auch Taucher sind im Einsatz.
Der Grund für das Stranden: Die beiden Schiffsführer aus dem Raum Berlin hätten bei ihrer Tour zu wenig Ortskenntnis gehabt und seien möglicherweise betrunken gewesen. Die Männer werden unverletzt gerettet. Zunächst können sie jedoch nicht die finanziellen Mittel aufbringen, um eine zeitnahe Bergung mit dem Hebekran zu ermöglichen.
Aus Sicherheitsgründen hat das Schifffahrtsamt Rhein  entschieden, trotzdem die Bergung einzuleiten. Nach rund sechs Stunden ist es geschafft. Das Boot wird zur Inspektion in den Hafen von Bingen gebracht. Die Kosten belaufen sich auf mindestens 10.000 Euro. Sie sollen den Eignern jetzt in Rechnung gestellt werden.