Rheinland-pfälzische SPD wählt Landesvorstand und Generalsekretär
In sieben Monaten ist Landtagswahl in Rheinland-Pfalz. Jetzt werden einige sagen: „Ist ja noch ein bisschen hin“. Für die Parteien ist es aber allerhöchste Eisenbahn jetzt die Weichen zu stellen. Und da muss die SPD in Rheinland-Pfalz noch einiges aufholen, steht sie doch derzeit in den Umfragen bei 23 Prozent, klar nach der CDU mit 30 Prozent. Am Wochenende war SPD-Parteitag in Idar Oberstein und da wurden wichtige Personalien geklärt. Alte und neue Parteivorsitzende ist die Fraktionschefin.
Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Mit 99 Prozent der Stimmen wird sie erneut an die Parteispitze gewählt. Ministerpräsident Alexander Schweitzer wird mit knapp 100 Prozent der Stimmen ihr Stellvertreter. Die Delegierten sind sich einig.
Helga Hartzmann, Delegierte aus Andernach
„Ich erwarte, dass sie tatsächlich genau so weitermachen wie bisher.“Jens Mindermann, Delegierter aus Cochem-Zell
„Im Prinzip ein ordentliches Weiter so.“Patricia Seelig, Delegierte aus Alzey-Worms
„Dass es genau so weitergeht wie in der Vergangenheit. Die SPD Rheinland-Pfalz zeichnet sich aus, weil sie ein Team ist.“
Und dennoch stehen die Sozialdemokraten im Land in den Umfragen deutlich hinter ihrem größten Herausforderer, der CDU. Gleichzeitig regieren die beiden Parteien im Bund zusammen – und das nicht immer geräuschlos. Doch die rheinland-pfälzische SPD sieht darin keinen Nachteil, zeigt sich kämpferisch.
Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD), Landesvorsitzende Rheinland-Pfalz
„Denn nur weil wir auf der Bundesebene mit der CDU koalieren, werden wir die CDU in Rheinland-Pfalz nicht schonen. Weil sie nämlich inhaltlich nichts auf dem Kasten haben.“Alexander Schweitzer (SPD), Ministerpräsident Rheinland-Pfalz
„Die Landtagswahl wird eine Rheinland-Pfalz-Wahl. Niemand wird mit Rückenwind in die Landtagswahl gehen können. Wenn ich mich umschaue, glaube ich, auch die CDU wird nicht mehr auf Rückenwind setzen können. Sondern da muss jeder zeigen, was er in Rheinland-Pfalz kann. Was er für Rheinland-Pfalz anzubieten hat.“
Da setzt der amtierende Ministerpräsident und designierte Spitzenkandidat der SPD vor allem auf diese Themen:
Alexander Schweitzer (SPD), Ministerpräsident Rheinland-Pfalz
„Menschen stärken entlang ihrer Biografie. Bildung, Arbeit. Aber natürlich auch Regionen stärken. Deshalb habe ich das stärkste Investitionspaket in der Geschichte unseres Landes auch mit den Kommunen gemeinsam auf den Weg gebracht. Und mir ist die Wirtschaft sehr wichtig. Unternehmen, Beschäftigte brauchen klare Hinweise und Rahmenbedingungen, was die Wirtschaft angeht und dafür mache ich mich stark.“
Wahlkampfmanager einer Partei ist der Generalsekretär. Und das ist seit dem Wochenende der 44-jährige Gregory Scholz aus Ludwigshafen. Der Landtagsabgeordnete und ehemalige Lehrer wird mit 97 Prozent der Delegiertenstimmen ins Amt gehoben und sagt, er wolle im Wahlkampf den Blick verstärkt auf die Sozialen Medien richten.Gregory Scholz (SPD), Generalsekretär Rheinland-Pfalz
„Vermeintliche Wahrheiten und allzu einfache Antworten spalten unsere Gesellschaft und schwächen den demokratischen Zusammenhalt. Gerade deshalb ist es so wichtig, dass wir Sozialdemokraten einen konstruktiven Dialog, gerade auch in den sozialen Medien mitgestalten. Fakten mit in die Debatten einbringen. Und mit einer klaren und verständlichen Sprache agieren.“


