Kürbisernte in der Pfalz
Eigentlich haben sie erst im Herbst ihren großen Auftritt, doch vielleicht haben Sie es auch gemerkt, in den Supermarktregalen liegen schon jetzt die ersten Kürbisfrüchte. Denn die Ernte läuft aktuell auf Hochtouren. Und wir waren im rheinland-pfälzischen Mutterstadt dabei.
Ein feines schattiges Plätzchen unter einem Blätterdach: so mögen es die Butternut-, also Butternuss-Kürbisse am liebsten. Hier sind sie vor der Sonne geschützt und haben es gleichzeitig warm.
Gerd Renner, Kürbisbauer
„Butternut braucht mehr Wärme als zum Beispiel ein Hokkaido. Also in Norddeutschland zum Beispiel ist der Butternut-Anbau schwierig. Aber bei uns hier im milden Klima des Rheintals, da wächst er hervorragend.“
Gerd Renner weiß, wovon er spricht. Über 30 Jahre ist es her, als er seinen ersten Butternut gegessen hat – zu einer Zeit, als der hier noch nicht angepflanzt wurde.
Gerd Renner, Kürbisbauer
„Ein Freund von mir ist Koch. Und der hat auch in Südafrika gearbeitet. Dann waren wir im Urlaub in Südafrika, haben Butternut probiert. Ich war begeistert und dann haben wir das probiert.“
Mit Probieren meint der Rheinland-Pfälzer, dass er kurze Zeit später als einer der ersten die Frucht in die Region bringt. Heute baut er viele verschiedene Sorten an, wie den Spaghetti-Kürbis oder den Hokkaido, ist weltweit vernetzt und dadurch bekannt in einer Art Kürbis-Community.
Gerd Renner, Kürbisbauer
„Wir sprechen Kürbis. Es ist dann so, das ist das Tolle, wenn dann Leute kommen und die sind auf demselben Level wie man selbst und dann kann man sich ganz anders unterhalten. Und dann sagen wir: ‚Endlich jemand, der mich versteht.‘“
Ursprünglich kommt der Kürbis aus Südamerika. Bei der Ernte heute bleiben einige Früchte auf dem Feld zurück. Denn die Pflanzen waren in diesem Sommer besonders produktiv und jetzt sind noch nicht alle Kürbisse fertig.
Gerd Renner, Kürbisbauer
„Dieses Jahr durch die wechselnden Wettereinflüsse erst warm, dann wieder Regen und jetzt wieder warm und dann wussten die nicht so recht, was los ist. Und haben dann noch einmal eine zweite Generation Früchte gemacht.“
Gut für den Bauern, denn der Absatz von Kürbissen hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Und dennoch: nicht bei allen kommt die Frucht gut an.
Gerd Renner, Kürbisbauer
„Es kommt immer darauf an, zu welcher Gruppe der Konsumenten man zählt. Meine Kollegen, die sagen, ja wir essen Butternut, aber erst wenn er durch den Magen eines Schweins gegangen ist.“


