Mehrere Großbrände in Hessen

Es ist extrem heiß und furchtbar trocken. Entsprechend hoch ist aktuell die Gefahr von Wald- und Flächenbränden. In Hessen hatten die Feuerwehren seit gestern Nachmittag alle Hände voll zu tun. Gleich drei große Brände galt es zu bekämpfen.

Die Flammen fressen sich durch die Reifen, Holz, Motoröle und Gaskartuschen. In Niedernhausen im Rheingau-Taunus-Kreis steht ein Gewerbekomplex in Flammen. Darunter eine Autowerkstatt und eine Schreinerei. Das Feuer breitet sich schnell aus, es zu bekämpfen, gar nicht so leicht.
Michael Ehresmann, Pressesprecher Feuerwehr Rheingau-Taunus-Kreis
„Die Gebäudekomplexe sind sehr eng aneinander gebaut, sind mit der Zeit gewachsen. Das ist eine große Herausforderung für uns, weil wir nicht optimal mit den Drehleitern mit unseren Kräften rankommen. Die Gebäude sind teilweise schon eingestürzt, also das Dach ist eingestürzt. Wir können auch keine Kräfte mehr reinschicken, das ist zu gefährlich. Man hört auch immer wieder kleine Detonationen, entweder von Reifen oder von kleinen Gaskartuschen. Deswegen können wir nur in dem Bereich von außen löschen.“
Außerdem wollen die Einsatzkräfte mit Ölsperren verhindern, dass Schadstoffe aus den Werkstätten in einen nahegelegenen Bach laufen.
In Offenbach ist von diesem 30 Meter langen Gewächshaus nicht mehr viel übrig. Stück für Stück kämpfen sich die Einsatzkräfte durch den Schutt, um alle Glutnester zu löschen. Der Einsatz dauert Stunden und bringt die Feuerwehrleute bei Außentemperaturen von 33 Grad an die Grenzen ihrer Belastbarkeit.
Allein das Atemschutzgerät wiegt 15 Kilogramm. Je nach Ausrüstung schleppen die Einsatzkräfte bis zu 45 Kilogramm mit sich herum.
Michael Eiblmaier, Einsatzleiter Feuerwehr Offenbach
„Das ist für den Körper wirklich eine enorme Belastung. Die werden auch oder sind dann auch innerhalb von 20 Minuten wieder ausgetauscht worden, weil man wirklich enorm unter Atemschutz und unter der persönlichen Schutzausrüstung schwitzt. Und das ist nicht ganz ohne.“
Auch im Wetteraukreis, genauer in Ilbenstadt, kämpfen die Feuerwehrleute mit widrigen Bedingungen. Hier brennt eine Scheune. Dass sich das Feuer auf ein Wohnhaus ausbreitet, können die Einsatzkräfte verhindern. Lediglich ein Balkon wird in Mitleidenschaft gezogen.
Zu den Brandursachen gibt es in allen drei Fällen noch keine gesicherte Information. Fakt ist, es bleibt trocken. Die Feuerwehren appellieren deshalb, umsichtig zu sein und Zigaretten, Grillkohle oder andere entzündliche Materialien nicht achtlos zu entsorgen.