FK Pirmasens empfängt Hamburger SV im DFB-Pokal
Die Fußball-Bundesliga ist noch nicht mal gestartet, da steht uns am Wochenende schon die erste Runde des DFB-Pokals bevor. Mit dabei ist dann auch ein echter Außenseiter aus Rheinland-Pfalz: der FK Pirmasens! Er empfängt den großen Hamburger SV. Für die Pfälzer schlichtweg das Spiel des Jahres.
Die Vorfreude scheint beim Oberligisten langsam der Anspannung zu weichen: Schließlich hat der Fußballklub Pirmasens den altehrwürdigen Bundesliga-Rückkehrer HSV gezogen. Fünfte Liga gegen erste, Kreisstadt gegen Millionenmetropole, David gegen Goliath. Die 10.000 Zuschauerplätze im Sportpark Husterhöhe sind seit Wochen ausverkauft, hier gab es schon mal eine Pokalsensation: 2006 warf der damalige Regionalligist den Bundesligisten Werder Bremen im Elfmeterschießen raus. FK-Präsident Jürgen Kölsch, damals im Aufsichtsrat, zwischen Erinnerung und Euphorie.
Jürgen Kölsch, Präsident FK Pirmasens
„Alles steht auf den Beinen, freut sich auf dieses Spiel. Ich kann mich noch genau daran erinnern: Ich stand am Spielfeldrand, es war damals mein erster Job beim FKP – und dann kam das Elfmeterschießen. Keiner, wirklich keiner hat damit gerechnet, dass wir weiterkommen. Erst konnten wir gar nicht feiern, mussten es mal eine Stunde sacken lassen. Und dann ging’s natürlich richtig los.“
Gegen eine Neuauflage hätte auch Trainer Daniel Paulus nichts einzuwenden. Er war damals als Spieler dabei, stand aber verletzt nicht auf den Platz. Der damalige Überraschungserfolg ist für seine heutige Mannschaft ein großer Ansporn.
Daniel Paulus, Trainer FK Pirmasens
„Da kommt dieses Spiel und das Elfmeterschießen, das es damals gab, immer mal wieder auf. Und jetzt im DFB-Pokal wird es öfter mal aus der Kiste gekramt. Ja, war ein tolles Ereignis und wir probieren alles, dass wir die Sensation schaffen.“
In die Oberliga-Saison ist der Fußballklub bislang ohne Niederlage gestartet. So darf es aus Sicht des Coachs für den krassen Außenseiter gerne bleiben.
Daniel Paulus, Trainer FK Pirmasens
„Ich hoffe, dass wir den HSV ein bisschen ärgern können. Dass wir auch immer wieder Nadelstiche setzen können. Die Hoffnung, dass wir hier eine Sensation schaffen, stirbt zuletzt. Und solange wir Paroli bieten können, machen wir das auch.“


