Hoher Schaden bei Brand in Hunsrück

Die Feuerwehr in Lötzbeuren muss mit einem gewaltigen Aufgebot anrücken – Schwerstarbeit für die Brand-Bekämpfer bei den heißen Sommertemperaturen. Das Löschwasser kommt zunächst aus einem Swimmingpool.

Höchste Alarmstufe für die Feuerwehr im Landkreis Bernkastel-Wittlich: Eine große Scheune steht komplett in Flammen. 120 Einsatzkräfte sind vor Ort, das Problem: Die nächste Wasserstelle ist im ländlichen Lötzbeuren weit entfernt, der Katastrophenschutz muss erst eine Leitung legen. Bis dahin bedienen sich die Brandbekämpfer kurzerhand aus einem Pool in der Nachbarschaft, keine ganz alltägliche Maßnahme.
Marc Trossen, Feuerwehr Traben-Trarbach
„Das war letztendlich die Lösung, weil wir am Anfang zu wenig Löschwasser zur Verfügung hatten. In Lötzbeuren gibt es zwar relativ viele Brunnen, die wir jetzt auch angezapft haben, aber am Anfang standen die noch nicht zur Verfügung. In der Not kommen die Lösungen.“
Ein weiteres Problem: Direkt über der brennenden Scheune verlaufen Stromleitungen, die kurzerhand gekappt werden müssen. Es kommt in großen Teilen des Orts zu Stromausfällen. Neben all diesen Widrigkeiten setzen auch die heißen Sommertemperaturen den Feuerwehrleuten zu.
Marc Trossen, Feuerwehr Traben-Trarbach
„Das warme Wetter, wir haben bestimmt immer noch 28 oder 30 Grad. Von daher ist der Einsatz für alle Einsatzkräfte natürlich sehr kräftezehrend. Vor allem für die Innenangrifftrupps.“
Da die Scheune aus Holz besteht und in ihr viel Unrat lagert, wird das Feuer immer wieder angefacht. Die Flammen greifen auf ein benachbartes Dach über, eine Solaranlage wird zerstört. Die Feuerwehr braucht Stunden, um den Brand in den Griff zu bekommen. Glück im Unglück: Ein Mehrfamilienhaus nebenan bleibt verschont, verletzt wird niemand. Da auch zwei Oldtimer in der Scheune stehen,   könnte der Sachschaden laut Eigentümer in die Hundertausende gehen. Die Brandursache ist bislang unbekannt, die Polizei ermittelt.