FV Engers fiebert Pokalspiel gegen Eintracht Frankfurt entgegen
Kevin Trapp, der Kapitän von Eintracht Frankfurt, wird den Verein wohl zeitnah in Richtung Paris verlassen. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Damit verliert die Eintracht wohl ihren Stammtorhüter und das kurz vor ihrem ersten Pflichtspiel der Saison, denn am Sonntag steht die Erstrundenpartie im DFB-Pokal an. Die Gegner: die Kicker des Fünftligisten FV Engers aus dem Rheinland-Pfälzischen Neuwied. Und die freuen sich schon mächtig auf ihren großen Kontrahenten.
Eskalation in Engers. Ein Duell gegen Champions-League-Teilnehmer Eintracht Frankfurt. Die Reaktion auf die Auslosung im Vereinsheim des FV Engers im Juni. Trainer Julian Feit ist damals auf dem Weg in den Urlaub und erfährt vom großen Los erst am Flughafen.
Julian Feit, Trainer
„Ich habe das ganze Parkhaus zusammengeschrien, ich war am Zittern, das war schon irgendwie surreal. Und dann habe ich mich extrem gefreut, als ich die Bilder von hier gesehen habe, dass es nicht nur mir so ging. Sehr, sehr schön für die Jungs und es war auch schon ein sehr schönes Erlebnis mit der Auslosung.“
Auch die Spieler, die sich in der Oberliga normalerweise mit Gegnern wie Eppelborn oder Emmelshausen messen, sind schon heiß auf dieses besondere Duell.
Gabriel Müller, Verteidiger
„Ja, ich denke mal, gerade der direkte Gegenspieler wird sehr interessant sein. Ich denke da gerade an Ansgar Knauff oder generell die Außenspieler von Frankfurt. Da habe schon sehr Bock drauf, mich mit denen zu messen, gerade auch was Geschwindigkeit und so angeht. Da mal zu sehen, wie weit man da hinterher hinkt oder vielleicht sogar eine Chance hat.“
Damit möglichst viele Fans eine Chance bekommen, das Spiel live zu verfolgen hat der DFB die Partie ins nahe Koblenz verlegt. Hier im altehrwürdigen Stadion Oberwerth machen sich die Jungs von Trainer Feit fit für das Spiel ihres Lebens. Doch wie soll man dem vermeintlich übermächtigen Erstligisten Herr werden? Lange Bälle spielen? Oder doch gleich das Tor verschieben? Zuviel Respekt vor dem Gegner wollen sie in Engers auf jeden Fall nicht haben, auch wenn allen klar ist: für einen Sieg müssen sie sich mächtig strecken.
Christian Meinert, Kapitän
„Wenn ich sage, ich gehe in das Spiel und habe von vorneherein verloren, dann würde ich erst gar nicht auf den Platz gehen. Von daher sage ich es so wie es ist: Ich möchte das Spiel gerne gewinnen, auch wenn von vorneherein klar ist, dass die Chance maximal gering ist. Aber es ist immer noch eine Chance und die möchte ich gerne versuchen mit der Mannschaft zu nutzen.“


