Neue Mythoshalle auf der Loreley
Und jetzt nehmen wir Sie mit auf den Loreley-Felsen – denn dort gibt es eine neue Attraktion. Eine edelstein-förmige Glaskuppel. Die „MYTHOS-Halle“: In ihr dreht sich alles, um den Mythos der schönen Loreley, die allen Schiffern den Kopf verdreht – und damit in den Tod treibt. Ein moderner Bau, der das etwas verstaubte Erscheinungsbild des Loreley-Plateaus bei St. Goarshausen touristisch aufwerten soll.
Rheinromantik pur. Doch ganz allmählich erscheint eine moderne, kristallförmige Kuppel hoch oben im Weltkulturerbe Mittelrheintal. Die Mythoshalle steht auf dem Loreley-Felsen und funkelt, ganz so wie bei Heinrich Heine, in dessen Loreley-Gedicht die „Gipfel des Berges funkeln, im Abendsonnenschein“. Das imposante, rund 5,7 Millionen Euro teure Gebäude ist ein Teil der Neugestaltung des gesamten Felsens.
Mike Weiland (SPD), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley
Bund und Land waren uns hier gute Fördermittelgeber. Insgesamt haben Bund und Land hier 20 Millionen Euro in die Infrastruktur investiert. Die Loreley war in die Jahre gekommen. Das Ansehen der Loreley, der gesamte Park war in die Jahre gekommen. Und deswegen war das hier wichtig und gut investiertes Geld in die Fortentwicklung des Tourismus, und sie setzt Impulse, wie man im Moment sehen kann, es sind viele Besucher.
Auf dem gesamten Plateau geht es immer wieder um die Sage von der schönen Frau, die auf dem Felsen sitzt und vorbeifahrende Schiffer ins Verderben lockt.
„Zu Bacharach am Rheine, da wohnt eine Zauberin. Sie war so schön und feine und riss viele Herzen hin.
Der neue gläserne Felsen ist eine 17 Meter hohe Metallkonstruktion mit mehreren Hundert Glasscheiben. Im Innern wird der Mythos der Loreley noch weiter vertieft.
Mike Weiland (SPD), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley
Die Säule ist mit Licht- und mit Klangeffekten, mit Nebeleffekten versehen und man kann alle halbe Stunde den Mythos leibhaftig spüren.
Ein Jahr hat der Bau der Mythoshalle gedauert, sie soll in Zukunft auch ein Ort für Veranstaltungen sein. Ein Neubau, der den Welterbetitel nicht in Gefahr bringt. Die UNESCO hat grünes Licht gegeben und auch bei den Besuchern kommt die Moderne inmitten der Romantik gut an.
Stephanie
Das ist zeitgemäß gemacht worden. Auch hier mit der Barrierefreiheit und so, das finde ich schön umgesetzt. Es ist für alle interessant. Für Kinder, für Erwachsene, ja für alle Menschen.
Margit
Sehr, sehr schön. Auch mit der Geschichte, wie alles beschrieben ist, und diesem Steinturm in der Mitte und dem Glasdach natürlich, sehr, sehr schön.
Daniel
Man muss sich erst ein bisschen orientieren, dass man checkt, worum es geht, aber dann ist es eigentlich schön gelöst.
Ganz mystisch sind auch die sprechenden Steine. Natürlich erzählen sie eine Version der Loreley-Sage.
„In diesem Moment der Verzückung lehnte sie sich vor, stürzte ab und fand den Tod in den Tiefen des Rheins.“
Viel Drama hoch oben über dem Rhein. Doch genau das hat ihn so berühmt gemacht, den Loreleyfelsen im Weltkulturerbe Mittelrheintal.


