Die Greifvogelstation Appenheim

Und jetzt kommen wir zu den Jägern der Lüfte. Beeindruckende Greifvögel, die sich vor allem durch ihre Jagdfähigkeiten und ihre majestätische Erscheinung auszeichnen. Doch auch SIE können in Gefahr geraten – und dann hilft unter anderem der ehrenamtliche Verein Eulen- und Greifvogelschutz Appenheim. Eine ganze Flut an Jungtieren wurden dort in diesem Frühjahr und Sommer bereits aufgepäppelt und versorgt – für einige steht jetzt die Auswilderung kurz bevor. Wir nehmen Sie mit in die faszinierende Welt der Greifvögel.

Schau mir in die Augen, Kleines. Das passt zu Steinkauz Flash mit seinem eindringlichen Blick, wie zu keinem anderen. Er ist aktuell einer der kleinsten Bewohner in der Greifvofelstation in Appenheim
Vanessa op te Roodt, Eulen- und Greifvogelschutz Appenheim e.V.
Viele Arten sind ja mittlerweile auf der roten Liste, sprich vom Aussterben bedroht. Schleiereule, Steinkauz, weil einfach die natürlichen Habitate immer mehr wegfallen, es gibt ja kaum noch Scheunen, wo sie brüten können, der Steinkauz – ja, genau, du bist gemeint – der brütet in gut bewirtschafteten Streuobstwiesen, wo haben wir die denn noch? Also die haben ja fast keine Brutmöglichkeiten mehr “ 
Schwindende Nistmöglichkeiten, Umwelteinflüsse, Jagd und Vergiftungen gefährden die Bestände zunehmend.
In einer der Volieren warten aktuell 21 ziemlich ungeduldige Falkenkinder auf ihren Start in die Freiheit. 38 weitere wurden kürzlich bereits ausgewildert. 
Vanessa op te Roodt, Eulen- und Greifvogelschutz Appenheim e.V.
Dadurch, dass die jetzt hier so unruhig rumfliegen und meckern, merkt man einfach, die sind jetzt soweit, die wollen jetzt raus.“
Und schon bald ist es soweit, dann erobern Sie ihr neues Revier – irgendwo in den rheinhessischen Weinbergen. Diese Wiederansiedlungen sind ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz.
Der Eulen- und Greifvogelschutz Appenheim kümmert sich hauptsächlich um verletzte Tiere oder Nestlinge, also Junge, die hilfsbedürftig sind.
Um diese Arbeit jedoch überhaupt leisten zu können, ist der Verein dringend auf Spendengelder angewiesen. Alleine die Futterkosten belaufen sich monatlich auf rund 1500 Euro. Und das ist noch lange nicht alles.
Die Tiere kommen von überall her – über Privatpersonen, Polizei und Feuerwehren – jedes Jahr werden es mehr.
Um IHNEN helfen zu können, wünscht sich Oliver Schmidt ebenfalls Hilfe und finanzielle Unterstützung! Für ihn ist jeder Vogel einzigartig. 
Oliver Schmidt, Eulen- und Greifvogelschutz Appenheim e.V.
Jajaja, ist gut Dicker, er hat halt auch einen sehr menschlichen Charakter. Bei anderen ist das halt so, da geht man nur in die Nähe, dann gehen die schon auf Angriff, er ist halt jetzt einer der ruhigeren Tiere.“ 
Und auch diese sechs Uhus in der AuswilderungsVoliere haben es schon fast geschafft. Am Wochenende dürfen sie davon fliegen – wenn sie denn wollen – und damit die ökologische Vielfalt in Rheinhessen bereichern.