Tour der Hoffnung startet

Wenn sie im Sommer diese neongelben Fahrradhelme sehen und darunter noch dutzende Radler in grünen Trikots – der Farbe der Hoffnung – dann ist klar, es geht wieder los: Die Tour der Hoffnung. Eine über die Jahre immer größer gewordene Spenden-Radtour für krebskranke Kinder, an der Prominente aus Politik, Wirtschaft und Sport teilnehmen. Dieses Jahr zum 42. Mal. Die erste Etappe ging heute durch Mittelhessen. Vor wenigen Minuten sind die Radlerinnen und Radler in Gießen angekommen und dort ging’s auch heute traditionell los. 

 

Unterwegs für den guten Zweck 
150 Radler treten gemeinsam in die Pedale. 240 km quer durch Hessen und Rheinland-Pfalz. 
Ein Fahrerfeld mit bekannten Gesichtern.
Felix Magath, Fußballtrainer
„Eine tolle Atmosphäre, fröhlich, harmonisch, alle machen mit. Jeder hilft dem anderen also, man fühlt sich einfach wohl. Man muss sich wohl fühlen, deswegen sind auch so viele dabei. … Ich freu mich immer, wenn’s bergauf geht.“
Ganz neu dabei: der Willinger Skisprungweltmeister Stefan Leyhe.
Stephan Leyhe, Skisprung-Weltmeister 2019
Ich hab im April meine Karriere beendet und die Petra ist jetzt seit über 15 Jahren meine Managerin und eigentlich so im ersten Vertrag hat sie gleich gesagt wenn du irgendwann mal deine Karriere beendest, kommst du auf jeden Fall mit zur Tour der Hoffnung und das ist jetzt in diesem Jahr so und ich bin auch die ganzen drei Tage dabei. … Den ganzen Tag auf dem Sattel sitzen, bin ich mal gespannt.“
Mit „die Petra“ meint er Schirmherrin Petra Behle.
Petra Behle, Schirmherrin & Biathlon-Olympiasiegerin 1998 
„was tatsächlich ein Highlight sein wird, dass wir heute am ersten Tag das Finale eben in der Kinderklinik haben, meistens haben wir das am letzten Tag rein, vor allen Dingen in Gießen, dort wo alles begann. Dort werden wir heute Abend unseren letzten Stopp haben. / diese drei Tage, wir werden getragen, von einer unfassbaren Stimmung und einfach auch alle hoffen, dass es ähnlich erfolgreich wird wie in den letzten Jahren.“
Vergangenes Jahr kamen über 1,3 Millionen Euro an Spenden zusammen. 
Das Geld fließe zu hundert Prozent an Kinderkliniken, Forschungslabore und Elternvereine.
O-Ton 
Prof. Dr. Dieter Körholz, Leiter Kinderkrebsstation Universitätsklinikum Gießen und Marburg 
„Die Uniklinik ist ja die Krankenversorgung, die von den Krankenkassen bezahlt wird und das, was wir von der Tour der Hoffnung bekommen, geht ja nicht in die Krankenversorgung, sondern in die Forschung. … Ohne die Unterstützung der Tour der Hoffnung könnten wir das Paket dieser klinische Studien gar nicht machen und dann würden wir auch diese Behandlung Fortschritt gar nicht haben. 
Morgen rollt das Fahrerfeld von Frankfurt in die Wetterau, am Samstag endet die Tour der Hoffnung in Ludwigshafen-Oggersheim, hoffentlich mit vielen Spenden im Gepäck.