Kampf gegen die Schnakenplage

Im Juli haben viele Experten noch eine äußerst schwache Mückensaison erwartet. Es war zu trocken, zu heiß, es gab kaum Überschwemmungen. Doch der Regen der vergangenen Wochen sorgt für ideale Bedingungen für die Entwicklung von Stechmückenlarven. Deshalb sind die Stechmückenjäger der Kabs jetzt wieder im Einsatz.

 Was hier zuckt, wird später stechen. Kleine Schnakenlarven.
Bernd Peschel, SchnakenplageBekämpfer
Wir dürfen hier nicht von Hand bekämpfen, aufgrund von Naturschutzauflagen. Und dementsprechend bleibt das halt unbehandelt.
Bernd Peschel und sein Kollege Sascha Schreiner sind am Rhein bei Oppenheim unterwegs. Die Stechmückenjäger arbeiten für die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage, kurz Kabs. Auf der Karte sind die Überschwemmungsgebiete durch den Regen der vergangenen Wochen zu sehen. Die Flächen sind ideale Brutstätten für Stechmücken.
Bernd Peschel, Mitarbeiter der Kabs
Wir kontrollieren zum einen, die Einsätze, die gestern vom Helikopter geflogen wurden, ob er das alles korrekt getroffen hat und ob das auch gewirkt hat, sprich, dass die Larven tot sind. Und zum Zweiten, weil sich das Wasser ausgebreitet hat, kontrollieren wir, ob ein neuer Schlupf stattgefunden hat. Weil eben jetzt Flächen überschwemmt waren, die vor drei Tagen noch kein Wasser hatten. Das ist der Hauptgrund. Das heißt, wo neues Wasser ist, können auch immer wieder neue Larven schlüpfen.
Seit dem Wochenende sind die Hubschrauber der Kabs wieder im Einsatz. Bereits im Frühjahr ist entlang des Rheins der biologische Wirkstoff BTI abgeworfen worden. Er tötet ausschließlich Stechmücken und ihre Larven. Je mehr es regnet, umso häufiger die Einsätze.
Bernd Peschel, Mitarbeiter der Kabs
Das wird immer und immer wieder gemacht, bis halt die Schlupfsaison, das ist Ende September normalerweise schlüpfen dann auch keine Larven mehr, egal auch wenn Wasser kommt, die Temperatur dann einfach nicht mehr ausreicht, die brauchen eine gewisse Temperatur im Wasser, um zu schlüpfen, dann wird die Bekämpfung eingestellt und dann kontrollieren wir auch nicht mehr.
Die Kabs ist ein Zusammenschluss von Kommunen aus Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Bernd Peschel und Sascha Schreiner sind für etwa 100 Kilometer zwischen Worms und Bingen zuständig.
Bernd Peschel, Mitarbeiter der Kabs
Ja, das sind wieder Tote. Also kann man sagen, dass Gebiet ist erfolgreich bekämpft.
Hier bei Oppenheim sind keine weiteren Hubschrauber Einsätze notwendig. Der Einsatz zu Fuß geht aber weiter. Dann geht’s in Dienheim weiter – dem nächsten Kontrollgebiet.