Hilfe für Feuerwehren im Ahrtal

Im Sommer vor vier Jahren hat die Flut das Leben der Menschen an der Ahr verändert. Viele haben alles verloren, viele leiden noch immer unter der psychischen Belastung der Katastrophe. Doch die Solidarität war und ist groß – viele kamen um zu helfen. Zum Beispiel die Freiwilligen Feuerwehren. Deren Ausrüstung hat durch den lebensgefährlichen Einsatz im Ahrtal oft gelitten. Aber auch dafür gibt es Hilfe, zum Beispiel vom Verein „Help“.

Philipp Hamstengel, Feuerwehrmann
Wir haben nicht nur das Lagebild von oben, was man halt so kennt, wenn man das Wort Drohne hört, sondern wir haben darüber hinaus auch eine sehr große Zoomfunktion, dass heißt wir können auch in Gefahrensituationen reinzoomen, um einfach ein größeres Bild der Lagesituation zu bekommen. Darüber hinaus haben wir eine Thermalfunktion, dass heißt wir können bei Bränden insbesondere auch gucken, wo sind die größten Hitzequellen, wo sind Glutnester, wo muss man vielleicht noch mal rein, weil man diese Sachen, mit dem bloßen Auge gar nicht erkennen kann. Und das gibt uns die Möglichkeit bei Einsätzen besser zu reagieren.“
Zwei dieser Drohnen besitzt die Freiwillige Feuerwehr Adenau. Und noch weitere Geräte, die dringend benötigt wurden. Zum Beispiel Rettungssägen, die durch den Einsatz bei der Ahrflut kaputt oder verloren gegangen sind. Es sind Spenden des Vereins Help, der international und national tätig ist.
Dirk W. Pieck, Help – Hilfe zur Selbsthilfe e.V.
Wir fördern über 150 gemeinnützige Organisationen mittlerweile. Das sind Schulfördervereine, Vereine von Kindergärten, das sind viele Projekte im Bereich der psychologischen Hilfe, gerade aktuell. Das sind aber auch Projekte wie dieses, wo wir freiwillige Feuerwehren, oder auch freiwillige Organisationen aus dem THW fördern, die in der Flut damals Einsatzmaterial verloren haben und die Gelder eben fehlen, um dieses wiederzubeschaffen. Da genau setzen wir an.
Genau hier saßen die Ehrenamtler auch im Juli vor vier Jahren und warteten auf ihren lebensgefährlichen und schwierigen Einsatz.
Frank Linnarzt, Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Landkreis Ahrweiler
Wir waren im Einsatz von der Landesgrenze Rheinland-Pfalz bis runter zur Mündung in Höhe Sinzig. Und die Einsätze, die kleineren Einsätze, haben am frühen Mittag begonnen, und wir waren ja mehrere Wochen im Einsatz. Zum Beispiel in der Verbandsgemeinde Altenahr, ist der Einsatz formell am 3. Oktober 2021 beendet worden, also gut 2,5 Monate später.
5,5 Millionen Euro an Spenden hat der Verein Help nach der Ahrflut bisher verteilt. Über 150 Projekte konnten so unterstützt werden. Zum Beispiel auch die Fluthilfecamps der Deutschen Stiftung Denkmalpflege, deren ehrenamtliche Mitglieder beim Wiederaufbau helfen. Auch jetzt noch, vier Jahre nach der Flut, können gemeinnützige Vereine Gelder beantragen.
Dirk W. Pieck, www.help-ev.de
Ja, es gibt bei uns immer noch die Möglichkeit, Fördergelder zu beantragen. Auf unserer Homepage helpev.de kann man den Förderantrag, das sind zwei Seiten, ganz einfach herunterladen, ausfüllen, per E-Mail einreichen.
Die neuen Wärmebildkameras nutzt die Feuerwehr Adenau zur Hochwasserüberwachung. Alle durch Spendengelder angeschafften Geräte sollen die Sicherheit der Menschen an der Ahr verbessern.