Airside Duty Manager am Frankfurter Flughafen

Und Sicherheit ist ein gutes Stichwort, denn im neuen Teil unserer Serie zum Frankfurter Flughafen stellen wir ihnen jetzt jemanden vor, der unter anderem für die Sicherheit auf dem Rollfeld zuständig ist – ein sogenannter ADMAirside Duty Manager. Sollte am Flughafen etwas schief gehen, kümmert er sich um das Problem und ist auch Ansprechpartner, wenn die Technik mal streikt. Ein Job mit jeder Menge Verantwortung.

 

Nur noch wenige Meter. Das elektronische Andock-System leitet Piloten an ihre Parkposition – eigentlich. Denn am ersten Tag der Sommerferien fällt es am Frankfurter Flughafen plötzlich aus. Die Meldung darüber erhält Ben Becker. Er arbeitet als Airside Duty Manager, kurz ADM.
 Ben Becker, Airside Duty Manager: „Ich persönlich habe es hier in meinen zwei Jahren beim ADM noch nicht erlebt, dass dieses System ausgefallen ist. Aufgrund dieser Ungewöhnlichkeit informieren wir da die Pressestelle, falls irgendeine Airline Rückfragen hat, falls es zu größeren Verzögerungen führen könnte. Wenn das stabil weiter ausfällt, dann können wir natürlich schon ein Problem bekommen hier am Platz.“
Dann müssten alle Flugzeuge manuell eingewunken werden, wodurch wiederum ein Personalengpass auf dem Vorfeld droht. Doch noch bevor Ben Becker selbst dort eintrifft, ist das Problem behoben.Der ADM arbeitet sowohl im Büro als auch auf den Start- und Landebahnen. Alle vier bis sechs Stunden fahren die ADMs sie in Zweier-Teams ab und halten Ausschau nach allem, was den Betrieb stören oder ein Sicherheitsrisiko sein könnte.
 Ben Becker, Airside Duty Manager: „Sei es ein Loch in der Startbahn, dass die Flieger nicht starten, nicht landen können. Sei es das Wetter hier im Umland, dass die Flieger umfliegen müssen und dadurch nicht pünktlich kommen, was dann logischerweise den Flugbetrieb und den Flugplan durcheinander bringt. Auf das alles gucken wir und noch viel mehr und versuchen dann, dem Ganzen entgegenzuwirken.“
Diese herausstehende Fuge ist keine große Gefahr, trotzdem schneidet der ADM sie ab. Manchmal müssen Ben Becker und seine Kollegen aber auch Entscheidungen mit schwerwiegenden Folgen treffen.
 Ben Becker, Airside Duty Manager: „Man könnte sogar so weit gehen, dass man sagt: Ok, wir können aus welchem Grund auch immer alle Start- und Landebahnen nicht benutzen. Also, man muss schon entscheidungsfreudig sein. Man muss analysieren können, Einflüsse analysieren können. Und man muss definitiv Probleme lösen können, teilweise auch mit viel Kreativität.“
Bei Notlandungen rücken die ADMs aus zur Unfallaufnahme. Und bei Verkehrsverstößen auf dem Rollfeld dürfen sie sogar Fahrverbote erteilen.
Ben Becker, Airside Duty Manager: „So ein bisschen Polizei ist da auch mit drin und Knöllchen schreiben.“
Nicht alles muss der ADM selbst lösen. Doch für alles müssen Ben Becker und Kollegen Lösungen finden. Über ein Jahr lang haben sie sich dafür ausbilden lassen. Damit ein Rad ins nächste greift, hier an Deutschlands größtem Flughafen.