Digitalministerin besucht Entwickler von Augmented Reality

Die Digitalisierung schreitet immer weiter voran. Virtuelle Präsentationen, die gestern noch unmöglich schienen, sind heute schon möglich. Damit es aber auch bei uns in der Region vorangeht, fördert das Land Hessen ambitionierte Projekte – doch ganz so rund läuft das noch nicht.

Virtuelle Realität mit VR-Brillen kennen wir. Das hier nennt sich „Augmented Reality“, also „erweiterte Realität“: Etwas Virtuelles in die reale Umgebung einbauen, so wie diese bekannte Zeitmaschine. Einer der Entwickler sitzt in Frankfurt. Mit dieser neuen Realität sollen etwa Vorträge nicht nur wie aus einem ScienceFiction-Film aussehen, sondern auch viel präziser werden.
Eno Henze, Geschäftsführer NSYNK
„Zum Beispiel Messen und Exponate: Anstatt sie physisch zu bauen, kann ich sie digital bauen. Das heißt, ich kann sie nicht nur einmal einsetzen, ich kann sie vervielfältigen. Ich kann sie auch für kleinere Formate rund um den Globus einsetzen, ich kann damit Schulungen machen.“
Besuch der hessischen Digitalministerin Kristina Sinemus auf ihrer Sommerreise, das Land Hessen unterstützt genau solche Projekte mit seiner digitalen Förderung. Die Ministerin probiert das neue System aus. Dank der erweiterten Realität kann plötzlich mitten im Raum ein Auto auftauchen. Das Einsteigen mag ohne VR-Brille von außen noch etwas seltsam aussehen, mit Brille ergibt das Ganze aber Sinn. Die Ministerin ist zufrieden.
Kristina Sinemus (CDU), Digitalministerin Hessen
„Wir wollen Startups und mittelständischen Unternehmen helfen, in ihren innovativen Ideen tatsächlich Piloten auf den Weg zu bringen oder auch digitale Prozesse umsetzen zu können. Und wir wollen die Innovationen im Land behalten.“
Rund 160 Projekte hat das Land bereits mit 50 Millionen Euro gefördert, das Frankfurter Pilotprojekt hat 160.000 Euro erhalten. Trotzdem sieht der Geschäftsführer noch Verbesserungsbedarf: Vor allem der bürokratische Aufwand, um die Förderung zu erhalten, sei viel zu hoch.
Eno Henze, Geschäftsführer NSYNK
„Wir würden uns wünschen, dass wir geförderte Projekte behandeln können wie Projekte, die wir quasi mit der freien Wirtschaft abwickeln. Weniger daran gebunden, welche Person mit welcher Qualifikation welche Arbeit denn nun für welche Zeit übernimmt.“
Auch der Landesrechnungshof hat die Förderanträge jüngst als viel zu kompliziert kritisiert. Digitalministerin Sinemus will nun nochmal nachbessern und die Förderung vereinfachen –passenderweise mit Hilfe künstlicher Intelligenz.