65.000 Techno-Fans bei „Nature One“ im Hunsrück

Seit dreißig Jahren wird es einmal im Sommer so richtig laut im Hunsrück. Auf der ehemaligen NATO Raketenbasis Pydna wummern die Bässe, denn mit der „Nature One“ findet hier jedes Jahr eines der größten Festivals für elektronische Musik in Europa statt. Bevor es dann heute am späteren Abend endlich auf allen Bühnen losgeht, haben wir uns schon einmal auf dem Festivalgelände umgesehen.

Die letzten Handgriffe an der Hauptbühne müssen sitzen, denn ab heute Abend geht es hier rund. Mehr als 60.000 Raver erwarten die Veranstalter auch dieses Jahr. Inzwischen ist die Nature One ein Festival der Superlative. Bei seiner ersten Ausgabe 1995 konnten die Veranstalter noch nicht ahnen, wie groß es einmal werden würde.
Oliver Vordemvenne, Veranstalter NATURE ONE:
Klar, 1995 das war natürlich ein totales Experiment, funktioniert das überhaupt? Wollen das die Leute? Das war schon sehr speziell. Dann hatten wir im Jahr 2000 hier auch wirklich ganz schlechtes Wetter. Also die Felder standen unter Wasser, wir mussten die Fahrzeuge mit Traktoren auf die Felder ziehen und dann nach der Veranstaltung wieder runter. Das war auch sehr einprägsam. Das hat uns auch gefordert. Aber am Ende ist jedes Festival, jedes Jahr ein Highlight, hat immer seine Eigenheiten, hat immer seine eigenen Geschichten zu erzählen und wir sind gespannt, was es dieses Mal sein wird.“
Viele der Besucher kommen schon seit vielen Jahren hier her, um Techno-Größen wie Sven Väth oder Paul von Dyk zu sehen. Aber auch, um die Festivalstimmung auf den Zeltplätzen zu genießen.
Stefan Hoffmann:
Einfach Party, geile Leute, Stimmung. Man kann sein wie man ist. Lauter bekloppte Leute.“
Michelle:
Alleine auf dem Campingplatz sind so viele DJs. Das ist einfach geil. Wir sind am Mittwoch schon angereist und es ist einfach mega Stimmung. Es macht immer wieder Spaß.“
André Ruffing:
Also hier ist Bass rund um die Uhr, wo man auf anderen Festivals halt auch wenigstens ein bisschen Schlaf bekommt. Keine Chance hier, keine Chance.“
Dafür wollen dieses Mal 350 DJs auf 20 Bühnen sorgen. Genau wie in den letzten Jahren gibt´s für die Besucher an drei Tagen elektronische Musik von Abends bis in die Morgenstunden. Von Techno über Drum n Bass bis Hardstyle ist für jeden etwas dabei. Angesichts der mäßigen Wettervorhersage fürs Wochenende haben die Raver Vorkehrungen getroffen.
Alexander Engler:
Genug Schuhe, genug Klamotten und genug trinken. Das man auch bei Laune bleibt.“
Simon Helfenstein:
Ich habe mir hier meine Wanderschuhe mitgenommen, meine Regenmütze natürlich und Ponchos dürfen natürlich auch nicht fehlen. Aber wenn das Wetter jetzt so bleibt, dann war die Vorbereitung umsonst.“
Es ist also alles angerichtet, für ein Wochenende voller Techno. Für Kurzentschlossene gibt es sogar noch Restkarten.