Tipps für sicheres Baden in Seen und Flüssen

Im Sommer zieht es viele Menschen in Hessen und Rheinland-Pfalz ins Wasser. Und wie jedes Jahr werden eigene Fähigkeiten über- und die Risiken unterschätzt. Die Zahl der Badetoten steigt seit einigen Jahren kontinuierlich an. Allein am Pfingstwochenende starben dieses Jahr laut DLRG 15 Personen bei Badeunfällen.

Es war damit eines der tödlichsten Wochenenden der letzten zehn Jahre. Die Deutsche-Lebens-Rettungs-Gesellschaft als private Wasserrettungsorganisation beschäftigt in Deutschland rund 49.000 Rettungsschwimmer, die für Sicherheit von Badegästen sorgen.
Einfach Abkühlen und Spaß haben. So soll es sein. Allerdings: Viele Badegäste gehen zu unbeschwert ins Wasser und setzen damit oft ihr Leben aufs Spiel.
So wie kürzlich in der Grube Prinz von Hessen in Darmstadt. Ein 27-jähriger ist mit seiner Luftmatratze circa 30 Meter vom Ufer entfernt auf dem See, geht unter und taucht nicht wieder auf. Sofort werden Rettungskräfte alarmiert, die eine große Suchaktion starten.
Markus Kölsch, Berufsfeuerwehr Darmstadt: „Im weiteren Verlauf haben wir mit Tauchern diese Unglücksstelle abgesucht, die Taucher werden jetzt nochmal durch Hunde ersetzt, die auf der Wasseroberfläche laut der Aussage der DLRG die Person orten können und des Weiteren werden wir dann nochmal eine Unterwasserdrohne einsetzen.“
Nach einer langen Suchaktion wird am darauffolgenden Tag der junge Mann tot aus dem Wasser geborgen. Es handelt sich um das vierte Bade-Unglück in Hessen innerhalb weniger Tage. Die Zahl der Badetoten in Deutschland steigt in den letzten Jahren signifikant.
Das zeigt auch die Statistik der DLRG. Bundesweit starben im letzten Jahr 411 Menschen beim Schwimmen, das sind 31 mehr als im Jahr davor. Zwölf davon verunglückten in Hessen und 15 in Rheinland-Pfalz.
Am gefährlichsten ist es für Schwimmer in Seen und Flüssen.
Außerdem besonders auffällig: Bei rund 75% der Badetoten handelt es sich um Männer.
Die meisten Badeunfälle an Gewässern passieren an unbewachten Stellen. Gerade jetzt in den Sommermonaten warnt die DLRG deshalb vermehrt vor Übermut im Wasser. Denn nicht alle Gefahren sind sichtbar.
Als Gesprächsgast im Studio: Jens Bothe, Vorsitzender DLRG Friedberg Bad-Nauheim