Weitere Nachrichten im Überblick

Urteil im Mordfall Rodder Maar — Fliegerhorst-Umbau wird teurer — Boehringer kritisiert Klimaschutzgesetz

Anmoderation:
Einem Tennis-Großprojekt droht das Aus: Die Betreibergesellschaft der Boris Becker Tennis Academy im hessischen Hochheim hat diese Woche beim Amtsgericht Wiesbaden einen Insolvenzantrag gestellt. Zuerst berichtete der Wiesbadener Kurier darüber. Schon länger wurde über Finanzsorgen bei den Investoren des Projekts berichtet. Sie hatten eine Tennisschule für junge Talente geplant, die mit dem Namen des früheren Tennisprofis Boris Becker warb. Das Amtsgericht prüft nun, ob der Insolvenzantrag formal korrekt gestellt wurde.
Und damit zu weiteren kurzen Nachrichten an diesem Freitag.
Urteil im Mordfall Rodder Maar
Im Prozess um zwei am Rodder Maar gefundene Leichen ist eine 51-Jährige Deutsche wegen Mordes und Raubes mit Todesfolge zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Zudem stellten die Richter am Landgericht Koblenz die besondere Schwere der Schuld fest. Im Oktober habe die Frau, gemeinsam mit ihrem damaligen Lebenspartner, innerhalb weniger Tage zwei Männer getötet und die Leichen im Anschluss angezündet. In beiden Fällen sollen die Täter unter anderem aus Habgier gehandelt haben. Das Verfahren gegen den Mann wurde abgetrennt und läuft noch.
Fliegerhorst-Umbau wird teurer
Der Ausbau des NATO-Flugplatzes Büchel in der Eifel soll nach Berechnungen der Bundesregierung bis zu zwei Milliarden Euro kosten. Ursprünglich war man von Kosten in Höhe von rund 700 Millionen Euro ausgegangen. Die Modernisierung ist erforderlich, um dort ab dem Jahr 2027 F-35-Kampfflugzeuge stationieren zu können. Diese können Atombomben tragen. Büchel gilt als der einzige Ort in Deutschland, an dem US-Atomwaffen gelagert werden. Im Verteidigungsfall könnte die Bundeswehr diese mit den neuen Kampfjets transportieren.
Boehringer kritisiert Klimaschutzgesetz
Das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim kritisiert die Pläne der rheinland-pfälzischen Landesregierung, bis 2040 klimaneutral sein zu wollen. Demnach müssen alle Sektoren fünf Jahre früher als vom Bund angepeilt die Produktionsprozesse umstellen, um ihre Treibhausgasemissionen zu verringern. Auch wenn sich Boehringer selbst hohe Klimaschutzziele setze, sei das Unternehmen auf die Zusammenarbeit mit anderen, teils sehr energieintensiven Industrien angewiesen. Diese dürften durch das Gesetz nicht überfordert werden, so der Boehringer-Deutschlandchef.