Eder besucht privates Eisenbahnunternehmen

In Rheinland-Pfalz und Hessen stecken wir mitten in den Sommerferien – und das heisst: Reisezeit! Doch das muss nicht unbedingt die Reise in den Urlaub sein – zumindest für Politiker. Denn die nutzen die sitzungsfreie Zeit gerne für ihre Sommerreisen durchs Land. So wie die rheinland-pfälzische Spitzenkandidatin der Grünen für die Landtagswahl – Katrin Eder. Und wir sind mitgereist.

So sieht Vorbereitung auf die Landtagswahl bei Katrin Eder aus: Die rheinland-pfälzische Spitzenkandidatin der Grünen besucht die Mitarbeiter des privaten Eisenbahnunternehmens vlexx. Mit ihren blau-weißen Zügen befördert vlexx über 14 Millionen Fahrgäste im Jahr. Aber warum hält sie auf ihrer Sommerreise bei der Bahn?
Katrin Eder (Bündnis 90 / Die Grünen), Spitzenkandidatin Landtagswahl Rheinland-Pfalz
„Es ist ja bekannt, dass ich eigentlich ein Eisenbahnfan bin und deswegen war’s klar, dass ich an irgendeinem Punkt auch nochmal ein Bahn-Thema aufgreifen möchte.“
Weg vom Schreibtisch, hin zu den Menschen. Werkzeugmechaniker zeigen Katrin Eder, wie die Züge Instand gehalten werden. Dafür braucht es auch mal einen Blick von unten. Bei den Mitarbeitern kommt die Spitzenkandidatin gut an.
Tobias Messerschmidt, Werkzeugmechaniker und Industriemeister
„Ach, sie wollte jetzt einfach nur ein bisschen wissen was wir hier so machen und wie unser Alltag ausschaut und haben uns halt jetzt kurz unterhalten. Das hätten wir jetzt noch ausführlicher machen können aber die Zeit drängt, wir haben ja auch zu tun. Ich hab’s jetzt kurz gehalten.“
Und weil die Zeit drängt, geht’s jetzt direkt weiter zur nächsten Station: in den Zug.
Katrin Eder (Bündnis 90 / Die Grünen), Spitzenkandidatin Landtagswahl Rheinland-Pfalz
„Hallo, Katrin Eder, schön Sie kennenzulernen.“
Die 48-jährige Spitzenkandidatin ist privat gerne mit dem Zug unterwegs, erzählt sie uns.
Als derzeitige Ministerin für Mobilität hat sie auch beruflich viel mit der Bahninfrastruktur zu tun.
Jetzt – auf dem Weg nach Alzey – eine neue Perspektive: Sie probiert sie sich als Fahrkartenkontrolleurin:
„Hallo, also, Sie lassen sich von mir kontrollieren?“ – „Ja, klar.“ – „Das ist aber schön. Sie haben ein Deutschlandticket, auf dem Handy?“ – „Ja.“ – „Das ist jetzt der QR-Code, da muss ich jetzt hier draufdrücken… Hat Ihnen das Deutschlandticket geholfen, dass Sie jetzt mehr Zug fahren?“ – „Ja, also ich habe noch nicht ganz meinen Führerschein und da muss ich sowieso Zug fahren. Halt zur Arbeit und so. Aber ich fahre schon relativ viel mit Bus und Zug. Also ich würde sagen ohne Deutschlandticket, wäre ich weniger gefahren ja.“ – „Okay, super. Dann hat’s ja bewirkt, was es bewirken sollte.“ – „Ja.“ – „Okay, danke schön.“ – „Kein Problem.“
Ein Problem ist aber, dass die Zukunft des Deutschlandticket in dieser Form noch nicht gesichert ist. Denn Bund und Länder streiten aktuell über die Finanzierung und ob das Deutschlandticket künftig teurer werden soll. Mehr Geld aus dem Landeshaushalt will Sie nicht geben, obwohl sie das Deutschlandticket für sehr wichtig hält.
Katrin Eder (Bündnis 90 / Die Grünen), Spitzenkandidatin Landtagswahl Rheinland-Pfalz
„Rheinland-Pfalz ist das Bundesland, nach dem Saarland, wo es die meiste Autoverfügbarkeit gibt. Wo wirklich auch das Autofahren noch im Kopf ist. An vielen Stellen im Land konnte man bisher auch noch nie ÖPNV nutzen, das muss man fairerweise ja auch einräumen. Und insofern ist es meine Leidenschaft wirklich auch zu versuchen, auch jedem ein gutes Angebot zu machen, um sich auch umweltfreundlich und befreit fortbewegen zu können.“
Schon jetzt ist klar: Die Mobilität wird neben Umweltschutz im Landtagswahlkampf der Grünen eine wichtige Rolle spielen.