Weitere Nachrichten im Überblick

Erste Bilanz der hessischen Getreideernte — Güterschiffe müssen weniger laden — Immer mehr Nester der Asiatischen Hornisse

Anmoderation:
Neun afghanische Straftäter, die sich in Hessen aufgehalten haben, sind heute in ihr Heimatland abgeschoben worden. Das teilte das hessische Innenministerium mit. Sie saßen in einem Flieger, der heute früh vom Flughafen Leipzig mit insgesamt 81 Menschen an Bord Richtung Kabul abhob. Der hessische Innenminister Roman Poseck sprach davon, die konsequente Linie gegen ausreisepflichtige Straftäter und Gefährder weiter fortzusetzen. In dem Flugzeug saßen auch sechs Afghanen, die sich in Rheinland-Pfalz aufgehalten hatten. Einer von ihnen war zuletzt in einem einzelnen Container mit eigenem Sicherheitsdienst in der Flüchtlingsunterkunft in Windesheim untergebracht, da er sich gegenüber Personal und Mitbewohnern zunehmend aggressiv gezeigt hatte. Die anderen Männer waren zu teils mehrjährigen Haftstrafen wegen Tötungs- oder Körperverletzungsdelikten verurteilt worden.
Und damit zu weiteren kurzen Nachrichten von heute aus Hessen und Rheinland-Pfalz im Überblick.
Erste Bilanz der Getreideernte
In Hessen hat die Ernte diesmal wegen der günstigen Wetterbedingungen zum Teil bereits Ende Juni begonnen. Wie der Bauernverband mitteilte, war das so früh wie seit Jahren nicht. Mit der Wintergerstenernte seien die Landwirte bisher zufrieden. Die Erträge seien hoch und die Qualität gut. Allerdings seien die Erzeugerpreise für das Getreide niedrig. Beim Weizen bleibe die Lage wegen der zu späten Niederschläge angespannt. Besorgniserregend sei die weitere Ausbreitung der Schilf-Glasflügelzikade. Die von ihr übertragenen Krankheiten könnten unter anderem bei Kartoffeln und Zuckerrüben erhebliche Ertrags- und Qualitätseinbußen bis hin zum Totalausfall verursachen.
Güterschiffe müssen weniger laden
Die niedrigen Pegelstände in Rhein und Main beeinträchtigen derzeit die Binnenschifffahrt. Damit sie nicht auf Grund laufen, transportieren die Schiffe nur die Hälfte der üblichen Ladung. Laut dem Container-Logistiker Contargo können deshalb pro Woche bis zu 700 Container nicht zu ihren Bestimmungsorten gebracht werden. Mit Zügen lasse sich die Lücke nicht schließen. Die eingeschränkte Lademenge verteuere den Transport. Damit könnten auch die Preise für die Waren steigen.
Immer mehr Nester
Die Asiatische Hornisse breitet sich in Hessen weiter schnell aus. Nach Angaben des hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie wurden im vergangenen Jahr allein in Hessen 250 Nester der invasiven Art aus Südostasien entfernt. Dadurch seien Kosten von mehr als 80.000 Euro entstanden. In diesem Jahr seien erneut bereits mehr als 100 Nester entdeckt worden. Die Asiatische Hornisse frisst vor allem Honigbienen und bedroht damit die heimischen Bestände.